BAHNHOF

Erneut Mensch von Bahnbrücke in Neubrandenburg gefallen

Zum zweiten Mal binnen einer Woche hat es am Neubrandenburger Bahnhof ein schreckliches Unglück an der Fußgängerbrücke gegeben.
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Die Polizei ermittelte nach dem Vorfall auf der Fußgängerbrücke.
Die Polizei ermittelte nach dem Vorfall auf der Fußgängerbrücke. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Zwei Tage, nachdem ein junger Mann an der Fußgängerbrücke am Neubrandenburger Bahnhof verunglückt und auf die Gleise gefallen war, hat es dort am Mittwochabend erneut einen ähnlichen Vorfall gegeben. Ein junges Mädchen ist von der Brücke neben die Gleise gestürzt und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Bundespolizei, die für Bahnanlagen zuständig ist, handelt es sich um eine 15-Jährige. Sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Die Hintergründe des Vorfalls sind derzeit noch unklar. Insbesondere ist offen, ob das Mädchen in suizidaler Absicht von der Brücke sprang oder ob weitere Personen involviert waren. Bei dem Vorfall am Montag war die Polizei von einem Suizidversuch ausgegangen.

Bei der Bundespolizei hieß es am Mittwochabend, es sei Gegenstand von Ermittlungen, zu prüfen, ob beide Vorfälle zusammenhängen würden. Dafür bitte man auch um Hinweise möglicher Zeugen, die sich entweder an die Bundespolizei oder jede Polizeidienststelle wenden könnten.

Warum wir über diesen Fall berichten

Der Nordkurier berichtet im Einklang mit dem Pressekodex normalerweise nicht oder nur sehr knapp über Selbsttötungen oder -versuche, zumal erwiesen ist, dass derartige Berichterstattung auch das Risiko von Nachahmer-Effekten birgt. In begründeten Einzelfällen weichen wir von dieser Richtlinie ab - im konkreten Fall, weil der Vorfall von vielen Menschen beobachtet wurde und es der zweite Vorfall binnen kurzer Zeit an derselben Stelle war. Wir verzichten aber auch in solchen Fällen bewusst darauf, Einzelheiten zur Tat zu nennen.

Falls Ihre eigenen Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Es gibt zahlreiche, auch anonyme Hilfsangebote. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Der Anruf ist kostenlos und taucht nicht in der Telefonrechnung auf.

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Kommentare (4)

Sind die Eigentümer der Brücke zu Blöd eine ordentliche Absicherung einzubauen, das sowas verhindert. Warum ist wie auf dem Foto so eine große Lücke und wann wird diese geschlossen. Ebenso darf man ja auch erwarten das nach nach einem ersten Vorfall die Brücke öfter mal durch die Polizei kontrolliert wird die paar Minuten wo auf diesem Bahnhof pro Stunde Betrieb ist und Züge fahren wird sich das ja wohl einrichten lassen. Vorübergehend

So viel Zufall gibt es nicht!

am sogenannten "Bahnhofs-Tor"etwa soviel negative Energie, daß innerhalb einer halben Woche gleich zwei junge Menschen sich das Leben nehmen wollen? *kopfschüttel* etwas ernsthafter: "Nach jedem (mentalen) Tief kommt auch wieder ein Hoch!" (Lebenserfahrung der meisten Menschen). Es lohnt sich also, weiterzuleben, auch wenn es zwischendurch mal ein paar Wochen (Monate, Jahre) lang im eigenen Leben düster ausschaut.

Es soll tatsächlich Medien geben, welche bei bestimmten Themen die Kommentarfunktion einfach abschalten. Darüber sollte man beim Nordkurier angesichts oben stehender (aber auch anderer) "Ergüsse" vielleicht einmal nachdenken. Es ist teilweise unerträglich, was Einzelne immer wieder ablassen. Mir fehlen die Worte.