STRAßENAUSBAU UND ORTSUMGEHUNGEN

Entwurfsplanung für B96 kommt wohl 2021

Vor fast genau einem Jahr hat eine Projektgruppe die Planungen für den Ausbau der B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz übernommen. Das Vorhaben wird in Schwerin mit Priorität bearbeitet.
Die Wirtschaft wünscht sich einen raschen Ausbau der Bundesstraße 96, nicht nur zwischen Neubrandenburg und Neustre
Die Wirtschaft wünscht sich einen raschen Ausbau der Bundesstraße 96, nicht nur zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz. Anliegergemeinden und Umweltschützer lehnen die aktuellen Pläne ab. Thomas Beigang
Die B 96 soll stellenweise dreispurig ausgebaut werden, um ein sicheres Überholen zu ermöglichen. Kritiker des Bauvo
Die B 96 soll stellenweise dreispurig ausgebaut werden, um ein sicheres Überholen zu ermöglichen. Kritiker des Bauvorhaben stellten bei einer Protestaktion die Dimensionen nach. Mirko Hertrich
Gerade in den Sommermonaten ist die Bundesstraße 96 eine beliebte Route für Touristen in Richtung Ostsee.
Gerade in den Sommermonaten ist die Bundesstraße 96 eine beliebte Route für Touristen in Richtung Ostsee. NK-Archiv
Neubrandenburg.

Die Entwurfsplanung für den Ausbau der B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz wird voraussichtlich im kommenden Jahr vorliegen. Das teilte das Infrastrukturministerium für die zuständige Projektgruppe Großprojekte mit, welche beim Straßenbauamt Schwerin angesiedelt ist und seit Ende März 2019 die 21 Straßenneu- und Ausbauvorhaben im Land koordiniert.

Darunter befinden sich der strittige Ausbau der B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz mit den beiden Ortsumgehungen (OU) Weisdin und Usadel sowie der Ausbau der B96 zwischen Neustrelitz und der Landesgrenze zu Brandenburg. „Diese beiden Vorhaben werden durch die Projektgruppe Großprojekte mit höchster Priorität geplant“, teilte Ministeriumssprecherin Renate Grundlach auf Nordkurier-Anfrage mit. Ergänzt werden die Ausbauplanungen durch zwei Maßnahmen am Autobahnzubringer Neubrandenburg: Das Straßenbauamt Neustrelitz plane zurzeit die Aufhebung des höhengleichen Bahnübergangs bei Sponholz sowie die OU Warlin. Ab der Entwurfsplanung übernehme die Projektgruppe auch diese Ortsumfahrung.

Anmerkungen aus der Bevölkerung werden geprüft

Die Projektgruppe bereitet laut Ministerium zurzeit die Vergabe der weiteren Planungsphasen für die Ausbauabschnitte zwischen der Landesgrenze und Neubrandenburg vor. Die Anmerkungen der Bevölkerung aus dem Workshop am 26. September 2019 in Groß Nemerow zum Ausbau der B96 zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg inklusive der Ortsumfahrungen in dem Bereich würden wie zugesagt in der Entwurfsplanung geprüft, versicherte die Ministeriumssprecherin.

Die Ergebnisse der Prüfung werden vor der Genehmigungsplanung – dem Planfeststellungsverfahren – der Öffentlichkeit präsentiert, hieß es weiter aus Schwerin. Dabei werde auch dargelegt, inwieweit die Anmerkungen der Bevölkerung berücksichtigt werden konnten und „welche Gründe dafür oder eventuell dagegen standen“. Diese öffentliche Vorstellung und Diskussion macht laut Infrastrukturministerium aber erst Sinn, wenn dann voraussichtlich 2021 erste Ergebnisse der Entwurfsplanung vorliegen.

Aktionsbündnis lehnt dreispurigen Ausbau ab

„Wenn die Entwurfsplanung für den Ausbauabschnitt Neubrandenburg – Neustrelitz 2021 vorliegt, wäre dies sehr erfreulich“, sagte Ralf Pfoth, Leiter Bereich Wirtschaft und Standortpolitik bei der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der großen Bedeutung der B96 für den großräumigen Verkehr zwischen der A20 bei Neubrandenburg und der Metropolregion Berlin sei ein zügiger Planungsverlauf „besonders wichtig“. Die Aussagen des Infrastrukturministeriums sprächen dafür, dass die Planung des Abschnittes bei der Projektgruppe Großprojekte – wie von der IHK und weiteren Partnern seit langem gefordert – prioritär bearbeitet werde.

Wirtschaft und auch die Stadt Neubrandenburg wünschen sich einen zügigen Ausbau des gut 20 Kilometer langen Teilstücks der Bundesstraße. Das Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So nicht!“, dem Umweltverbände und viele Anliegergemeinden angehören, lehnt die Pläne in ihrer jetzigen Form ab, welche unter anderem einen an weiten Stellen dreispurigen Ausbau der Trasse – teilweise in Parallellage zur jetzigen Straße – vorsehen.

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