PARKEN WIRD TEURER

Entrüstung über Neubrandenburgs Gebühren-Pläne

Zahlreiche Leser empören sich über die Pläne Neubrandenburgs, das Parken in der Innenstadt teurer zu machen. Es gibt aber noch einen radikaleren Vorschlag.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Wegen steigender Kosten sollen Autofahrer künftig fürs Parken tiefer in die Tasche greifen, so plant es die Stadt. F
Wegen steigender Kosten sollen Autofahrer künftig fürs Parken tiefer in die Tasche greifen, so plant es die Stadt. Foto: Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Die Pläne der Stadt Neubrandenburg für eine Erhöhung der Parkgebühren auf Parkplätzen und in der Tiefgarage am Marktplatz sind bei Autofahrern auf wenig Gegenliebe gestoßen. Ein Leser, der in der Nähe des betroffenen Divi-Parkplatzes wohnt, fragte empört beim Nordkurier an: Warum die Erhöhung, obwohl dort die ganzen Jahre nichts erneuert worden sei? „Löcher über Löcher, keine festen Parkflächen für die Anwohner, darüber sollte sich die Stadt mal Gedanken machen“, sagte der Neubrandenburger. Zu allem Übel müsse er morgens auf dem Weg zur Arbeit auch noch im Dunkeln zum Parkplatz gehen, „weil die Beleuchtung so schlecht ist“.

Autofahrer verrichten Notdurft im Busch

Auch im Internet schlagen die Wellen hoch. Eine Leserin verlangte im Gegenzug, dass auf dem Pferdemarktparkplatz auch mal eine Toilette aufgestellt wird. „Wir sehen dort jeden Tag Parkplatzbenutzer in den Büschen verschwinden und ihre Notdurft dort verrichten. Es ist einfach nur ekelhaft.“ Ein anderer Leser monierte, die geplante Tariferhöhung treffe vor allem die vielen Mitarbeiter von Callcentern in der Stadt. „Manchem dürfte es die komplette Lohnerhöhung auffressen. Das ist echt traurig!“

Vielfach angezweifelt wurde auch der Vergleich der Stadt mit dem Gebührenniveau anderer Städte. SPD-Ratsherr Roman Oppermann findet allerdings, dass die Tarife in Neubrandenburg im Vergleich zu Rostock, Wismar und Greifswald „unterdurchschnittlich“ seien. „Parkte jüngst in Warnemünde und auf Usedom. Gefühlt hatte ich dort keinen Parkplatz gemietet, sondern gekauft.“

Parken könnte noch teurer werden

Mit dem notwendigen Kleingeld könnte man aktuell sogar zwei ganze Parkplätze der Stadt Neubrandenburg käuflich erstehen. Wie schon 2013 die Stellfläche an der Tilly-Schanzen-Straße sollen mit Verweis auf einen Beschluss der Stadtverordnung auch die Parkplätze am Pferdemarkt sowie in der Woldegker Straße verkauft werden. Bis es so weit ist, gilt weiter die Gebührenordnung der Stadt. Oppermann dünkt, dass das Parken bei einem Verkauf noch teurer werden könnte. CDU-Ratsherr Marco Messener würde eine Veräußerung dagegen begrüßen.

Peter Meißner, Mitglied beim ADFC Tollense, schlug derweil vor, die Parkplätze vor der Stadt gebührenfrei zu machen, dafür die Parkplatzgebühr in der Stadt zu vervielfachen. „Erst wenn weniger Autos in die Stadt fahren, wird Neubrandenburgs Innenstadt lebenswert.“ Andere befürchteten dagegen, der Einzelhandel in der Stadt könnte durch höhere Tarife Schaden nehmen.

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Kommentare (2)

Gestaltet die Stadtverwaltung Bürger freundlicher und effizienter

werte bürger der stadt nb die stadt nb ist pleite wie bitte soll geld in die kasse kommen wenn nicht durch sie
vorschlag hundesteuer extrem erhöhen radwege maut eine atemsteuer eine gehwegmaut kleingärten höher besteuern und sehr effektiv eine aus dem haus geh steuer
werde ich jetzt bürgermeister mit polnischen pass