Umgestaltungspläne

Einigkeit über Klosterberg-Zukunft

Die Stadtvertreter wollen Ideen zur Gestaltung des Klosterberg bündeln. Rathauschef Volker Bartl konnte zudem eine gute Nachricht zum Thema verkünden.
Christina Weinreich Christina Weinreich
Viel Papier ist schon wegen Altentreptows Klosterberg und seiner künftigen Gestaltung beschrieben worden, einige der Vorhaben sind aber auch schon umgesetzt.
Viel Papier ist schon wegen Altentreptows Klosterberg und seiner künftigen Gestaltung beschrieben worden, einige der Vorhaben sind aber auch schon umgesetzt. Christina Weinreich
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Altentreptow.

Der Hickhack um die Gestaltung des Klosterberges ist zu Ende. Es hat zumindest den Anschein, dass alle Fraktionen in der Stadtvertretung künftig gemeinsame Sache machen wollen, wie den Redebeiträgen während des jüngsten Hauptausschusses zu vernehmen war. In dem Ausschuss werden alle Vorlagen, die in der nächsten Stadtvertretersitzung auf den Tisch kommen sollen, noch einmal beraten und per Abstimmung wird entschieden, ob sie den Weg dorthin finden – oder auch nicht.

Der Klosterberg und seine Zukunft war wieder ein Thema am Mittwochabend und den Mitgliedern des Gremiums lagen zwei Anträge dazu vor. Ein Antrag der Fraktionen von CDU, Linke und Hans-Jürgen Rienitz und ein Ergänzungsantrag dazu, bei dem die Wählergemeinschaft Altentreptow als Autor zeichnete.

Antrag muss bis 15. Januar vorliegen

Ehe in die Diskussion über beide Anträge eingestiegen wurde, verbreitete Bürgermeister Volker Bartl eine erfreuliche Nachricht. Er habe vom Sanierungsträger der Stadt erfahren, dass der Bund ein Förderprogramm mit dem Titel „Zukunft Stadtgrün“ aufgelegt habe, „in das Altentreptow haargenau rein passt.“ Die Chance auf Fördermittel sollte sich die Stadt deshalb nicht entgehen lassen. Das Problem: Der Antrag muss am 15. Januar 2019 in Schwerin vorliegen.

Eine grobe Kostenschätzung, wie teuer Umgestaltungspläne für das Treptower Wahrzeichen sein könnten, hat die Verwaltung schon mal vorgenommen: Rund 1,1 Millionen Euro würden benötigt. Die Summe werde zu einem Drittel von Bund, Land und Stadt getragen.

Die Schätzung basiert auf ein 13 Punkte umfassendes Konzept des Altentreptower Heimat- und Kulturvereins, der es im Spätherbst des vergangenen Jahres gemeinsam mit dem Sozialausschuss und der Verwaltung erstellte. Darin sind ein Großteil der Anregungen und Ideen aus den Fraktionen geflossen.

Bartls Bitte, die Beschlussvorlage Klosterberg deshalb noch nicht in der Stadtvertretersitzung am 22. Januar zur Abstimmung zu stellen, sondern die Monate bis zur nächsten Sitzung im Mai zu nutzen, um in den Ausschüssen das Konzept und die Finanzierung erneut zu beraten, wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses entsprochen.

Alle drei Ausschüsse wollen beraten

CDU-Fraktionschef Thomas Kraft freute sich indes, dass alle Fraktionen beim Thema „Klosterberg“ endlich mal einen gemeinsamen Nenner fänden. „Das wäre ein Paukenschlag, wenn wir das hinkriegten.“ Es sei nicht oft so, dass die Stadtvertreter mal einen gemeinsamen Nenner fänden, unterstrich Gerhard Quast (Wählergemeinschaft) die Ansicht des CDU-Mannes. Über den Antrag soll deshalb noch mal in allen drei Ausschüssen beraten werden. Das Gremium war sich auch einig, die Federführung bei der weiteren Umsetzung des Vorhabens in die Hände des Heimat- und Kulturvereins zu legen, um künftig konzentrierter voranzukommen.