Randale an Kita

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Betrunkener 19-Jähriger attackiert Polizei und Sanitäter

Bei einem Fluchtversuch aus dem Gewahrsam im Neubrandenburger Polizeihauptrevier verletzte der 19-Jährige einen Beamten.
Bei einem Fluchtversuch aus dem Gewahrsam im Neubrandenburger Polizeihauptrevier verletzte der 19-Jährige einen Beamten.
Archivbild Thomas Beigang

In Neubrandenburg hat ein Betrunkener vor einer Kita randaliert und anschließend Polizisten und Rettungskräfte angegriffen. Der 19-Jährige versuchte mehrmals zu flüchten. Ein Beamter wurde verletzt.

Ein betrunkener Mann hat am Montag in der Neubrandenburger Oststadt vor einer Kindertageseinrichtung randaliert sowie Polizisten und Rettungskräfte verletzt. Polizeibeamte seien am Morgen zu der Einrichtung in der Einsteinstraße gerufen worden, da ein alkoholisierter Mann dort die Eingangstür der Kita beschädigt habe, teilte die Polizeiinspektion mit.

Als der erste Streifenwagen am Tatort eintraf, hatte sich der 19-Jährige bereits wieder beruhigt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,94 Promille. Als jedoch ein zweiter Streifenwagen eintraf, eskalierte die Lage erneut. Der Beschuldigte beleidigte einen der hinzukommenden Beamten und attackierte ihn. Dessen Kollegen brachten den Angreifer zu Boden und fesselten ihn. Anschließend wurde er ins Polizeihauptrevier Neubrandenburg gebracht.

Fluchtversuch verhindert

In Gewahrsam fügte sich der Beschuldigte laut Polizei Kratzverletzungen an den Unterarmen zu und drohte mit Suizid. Als die daraufhin alarmierten Rettungskräfte ihn untersuchten, habe der Mann dann versucht, aus der Gewahrsamszelle zu flüchten. Dabei habe er einen Rettungssanitäter umgestoßen.

Die Beamten hätten den 19-Jährigen daraufhin erneut zu Boden gebracht und fixiert. Hierbei sei ein 56-jähriger Beamter von dem Heranwachsenen so schwer an der Hand verletzt worden, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.

Aggressiv im Krankenhaus

Der Tatverdächtige wurde den Angaben zufolge ebenfalls ins Klinikum Neubrandenburg gebracht. Im Krankenhaus habe er sich weiterhin aggressiv verhalten und das Pflegepersonal bedroht. Während der Behandlung durch den diensthabenden Arzt habe der Beschuldigte einen erneuten Fluchtversuch unternommen, was durch die eingesetzten Polizeibeamten aber unterbunden worden sei. Im Anschluss wurde der Betrunkene in der psychiatrischen Abteilung der Klinik untergebracht. Gegen ihn wird jetzt ermittelt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung.

Polizisten und Sanitäter werden immer häufiger Ziel von Angriffen. In Neubrandenburg registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 40 Fälle von Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte, 13 mehr als 2016.

Kommentare (1)

Und plötzlich ist das ein Jugendlicher Heranwachsender? Welch ein Blödsinn. Dann muss man die Eltern dieses Heinis auch anzeigen,wegen Verletzung der Aufsichtspflicht , stockbetrunken mit fast 2 Promille. Ich weiß nicht was die Polizisten immer machen, die haben doch den Einsatzstock, Abwehrspray, Plastikhandfesseln etc. , brauchen es nur zu benutzen. Ich wäre von dem garantiert nicht verletzt worden. Halbes Jahr Einzelhaft, ohne Fernseher etc. und der wird lammfromm.