Im Auftrag unserer Leser
Betonteile im Ihlenpool sollen verschwinden

Wie der Beton in den Ihlenpool kam, ist nicht bekannt.
Wie der Beton in den Ihlenpool kam, ist nicht bekannt.

Der niedrige Wasserstand in dem oststädtischen Teich fördert zutage, was da nicht hinein gehört. Die Stadtverwaltung verspricht schnelle Abhilfe und nimmt Hinweise zur Herkunft der Teile entgegen.

Nicht allein die Sonne, sondern vor allem die lange Trockenheit bringt es an den Tag: Am Ihlenpool in der Neubrandenburger Oststadt, im Uferbereich vor Sitzbänken und Spielschildkröte, sind Spaziergängern mehrere Betonelemente aufgefallen. Gut erhalten, aber doch auch schon mit sichtlich abgespülten Kanten durch längere Wassereinwirkung. Wie ein Passant am Nordkurier-Lesertelefon mutmaßt, seien die Teile – teils Quader, teils Rasengittersteine – womöglich in den 50er oder 60er Jahren dort „entsorgt“ worden. Jetzt aber könnten sie zur Gefahr werden.

Auf Nordkurier-Nachfrage zeigt sich die Stadtverwaltung zumindest in der Zeit-Frage skeptisch: Schließlich wurde die Oststadt erst in den 70er Jahren gebaut. Eher seien die Betonelemente wohl jüngeren Datums; vielleicht seien sie einmal für eine Uferbefestigung verwendet worden und hätten sich nun gelöst. Hinweise auf die Herkunft der Teile jedenfalls werden gern entgegen genommen.

Denn dass Beton im Ihlenpool liegt, war bisher nicht bekannt, erklärt Rathaus-Sprecherin Anett Seidel. Um das Gewässer zu reinigen, seien schon mehrfach Taucher zur Hilfe geholt worden: „Die haben auch allerhand Dinge aus dem Wasser geholt, die dort nichts zu suchen haben, aber von Betonelementen war nicht die Rede.“ Ungeachtet dessen soll der störende Anblick umgehend verschwinden: Gleich nach Ostern werde das Ufer beräumt. Leider sei das nicht mehr vor den Feiertagen möglich; es gehe aber keine Gefahr davon aus.

Das Niedrigwasser im Ihlenpool galt schon in der Vergangenheit lange Zeit als Problem, heißt es weiter aus dem Rathaus. Erst seit Dachwasser in das Gewässer abgeleitet wird, konnte es behoben werden. Durch den anhaltend fehlenden Niederschlag besteht das Problem jetzt aber erneut.

Kommentare (1)

Die Betonteile warscheinlich von spielenden Kinder hineingeworfen. Sommer 1978 denke ich wenn man die Jahresringe abzählt. Die Rasengittersteine natürlich später, ABM-Kräfte, NeumabABS um 1995, kennt man ja, wo erstmal was liegt kommt auch was dazu. Sporttaucher tauchen nach Einkaufskörben, Fahrradleichen aber nicht nach Betonplatten,daran bleibt kein Angelhaken hängen, außerdem fehlt zur Bergung meist sowieso die Technik aber nach Ostern gehts dann ja los. Hoffentlich regnet es bis dahin nicht.