VIDEO ZEIGT ENGSTELLE

▶ Baustelle in Neubrandenburg ist kreuzgefährlich für Radfahrer

Die Wegführung bei der Sanierung eines Rad- und Fußgängerweges in Neubrandenburg sorgt für Ärger. Denn die Radfahrer müssen auf die eingeengte Straße – eine extrem gefährliche Sache, wie unser Video zeigt.
Radfahrern bleibt nach derzeitiger Beschilderung nur der Weg auf die Straße – oder das Absteigen und Schieben.
Radfahrern bleibt nach derzeitiger Beschilderung nur der Weg auf die Straße – oder das Absteigen und Schieben. Privat
Eine Fahrbahn wurde extra für die Radfahrer und Fußgänger gesperrt.
Eine Fahrbahn wurde extra für die Radfahrer und Fußgänger gesperrt. Tim Prahle
Doch nach Beschilderung ist das Radfahren in der mit Barken eingegrenzten Zone verboten.
Doch nach Beschilderung ist das Radfahren in der mit Barken eingegrenzten Zone verboten. Tim Prahle
Neubrandenburg.

Radfahrer, die aktuell von der Oststadt in die Innenstadt wollen, haben es an einer Stelle besonders schwer. An der Woldegker Straße wird der Gehweg saniert, die Fußgänger auf den Radweg und später über die Fahrspur geführt. Extra wurde die Straße für Autofahrer halbseitig gesperrt – kurzfristig entschieden, wie Bauleiter Klaus Lehmann dem Nordkurier bereits sagte. Zur Sicherheit der Bauleute und damit die ohnehin gut im Plan liegende Baumaßnahme am sogenannten Schniepel um weitere drei Wochen nach vorn gebracht werden kann. Dabei gehe es nun auch in erster Linie darum, die Nordrampe so schnell wie möglich zurückzubauen.

Doch in der Konsequenz bleibt auf dem neuen Abschnitt für Fußgänger kein Platz mehr für die Radfahrer. Denn die aufgestellte Beschilderung lässt diese ausgewiesen nicht zu. Radfahrer müssen sich mit den Autos die ohnehin schon verengte Straße teilen. „Man fühlt sich von den Planern vergessen“, sagt ein Radfahrer, der täglich die Strecke fährt und dabei an den Autos vorbeischlängeln muss.

ADFC: Es ist schon arg gefährlich dort

„Man kann auch absteigen“, äußert sich wiederum ein Neubrandenburger Rathaussprecher in erster Reaktion. Doch grundsätzlich verweist die Stadt bei Fragen zu der etwas irreführenden Beschilderung von der Hochstraße bis zum Ende der Baustelle an das Straßenbauamt Neustrelitz. Dort liegt eine Nordkurier-Anfrage bereits vor samt Versprechen, noch in dieser Woche eine Antwort zu liefern.

[Video]

Nicht lange überlegen muss hingegen Rene Martin vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Tollense. „Es ist schon arg gefährlich dort“, sagt er. Martin selbst wisse, dass viele Radfahrer den einzig „korrekten“ Weg über die Straße scheuen. Und in der Folge regelwidrig – über den Fußweg oder auf der Gegenseite – unterwegs sind. Es gebe einfache Lösungen, ohne dass Radfahrer zurückstecken müssen.

Auf dem Abschnitt der halbseitigen Sperrung ließe sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. „Doch solche Ideen finden kein Gehör, Radfahrer werden einfach wegdeligiert und das regelwidrige Verhalten stört anscheinend auch keinen Ordnungshüter“, so Martin. Kein Wunder, dass sich einige da langfristig kaum disziplinieren lassen würden.

Polizei ruft zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf

Normalerweise wäre dieses Fehlverhalten Sache der Polizei. „An Baustellen gibt es immer diesen Konflikt“, weiß Sprecherin Kathrin Jähner. Die Beamten werden in Zukunft verstärkt ein Auge auf die besagte Stelle haben aber „sicher nicht mit Bußgeldbescheiden um sich werfen.“ Je nachdem wie einsichtig die Radfahrer seien, reiche auch das Aufzeigen des Fehlverhaltens, so Jähner, die darüber hinaus erneut auf die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr appelliert.

Für Rene Martin ist klar, dass Neubrandenburg, dass nach einem derzeitigen Entwurf des neuen Leitbildes so gerne eine „fahrradfreundliche Stadt“ sein möchte, von eben jenem Ziel noch weit entfernt ist. „Solange Fahrradfahrer auf Gehwege ausweichen müssen, kann dieses Ziel niemals erreicht werden, mahnt er.

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Kommentare (10)

NB ist und bleibt die Fahrradunfreundlichste Stadt weit und breit, da beist dei Maus keinen Faden ab. Ständig muss man mit veränderten Fahrtrichtungsänderungen rechnen und Fehlbeschliderungen durch OA und Straßenbehörde. Was will man schon von Menschen erwarten, die nicht selbst täglich das Los des Schwächerenertragen müssen.

NB ist und bleibt die fahrradunfreundlichste Stadt weit und breit, da beist die Maus keinen Faden ab. Ständig muss man mit veränderten Fahrtrichtungsänderungen und sonstigen beeinträchtigungen rechnen und Fehlbeschliderungen durch OA und Straßenbehörde. Was will man schon von Menschen erwarten, die nicht selbst täglich das Los des Schwächeren ertragen müssen. Das Leben der Radfahrer scheint wie oft weniger Wert zu sein als der Bauarbeiter in ihren geschützten Maschinen.

...fahre ich auch regelwidrig auf der anderen Seite die Hochstraße runter. Vor der jetzigen Situation mit den Absperrungen, war bereits der Radweg zum Fußweg degradiert worden, aber halbwegs breit genug, hunderte Radfahrer und die drei Fußgänger pro Tag an dieser Stelle passieren zu lassen. Kinderwagen und Rollis sind wegen dieser Baustelle und verengtem Fussweg eh auf der anderen Straßenseite. Fahrräder wurden nicht erfunden, um diese zu schieben. Ist bei Autos glaube ich auch so.

"Fahrräder wurden nicht erfunden, um diese zu schieben."
das ist richtig. Das Fahrad darf auf Radweg und Straße gefahren werden.

"Ist bei Autos glaube ich auch so."
ist auch richtig. Aber wenn keine Straße vorhanden ist kommen Autofahrer eher selten auf die Idee auf dem Fußweg zu fahren.

Die Autofahrer parken dann aber sehr gern auf Rad und Fußwegen, der Rest kann ja über die Fahrbahn gehen und sich über den Haufen fahren lassen....

Das Rumgeheule der Radfahrer ist nicht zu ertragen. Fahrradfahren ist Spaß, Hobby, Freizeit. Und wer das Glück hat, das er auf Arbeit schweißgebadet und stinkend wie ein Schwein erscheinen darf, kann auch zur Arbeit mit dem Rad fahren.
Danebenbenehmen gehört dazu, bestes Beispiel ist das Video, wo sämtliche Verkehrsregeln durch den Radfahrer gebrochen werden.
Man Leute, Neubrandenburg hat im Vergleich zu anderen Städten vergleichbarer Größe ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz. Jetzt wir ein Stück davon erneuert. Da kann man dann wohl für zwei Wochen mal eine Alternative suchen!
Noch eine Frage an Herrn Prahle: Haben Sie auch gewisse sexuelle Neigungen, ähnlich vielleicht wie Kollegin Jassmer? Oder warum bezeichnen sie den nördlichen Abschnitt der Umgehungsstraße auch mit dem Geschlechtsteil kleiner Jungen?
Nochmal, mir ist es egal, wie sie sich gendergerecht einordnen, aber hängen Sie das nicht immer an die große Glocke!
Schönes Wochenende!

Wir Radfahrer können ja knapp in der Fahrbahn Mitte fahren ist ja erlaubt. Mal sehen ob das den Autofahrern gefällt.

...ist nicht nur Spaß, Hobby und Freizeit. Da sieht man mal wieder, wie kleingeistig hier geschwafelt wird. Es ist eine umweltfreundliche Alternative, um das Auto stehen zu lassen. Wie fettleibig sind SIE denn bitte, dass SIE verschwitzt und stinkend wie ein Schwein auf Arbeit ankommen. Vielleicht sollten Sie öfter das Rad nutzen! Möchte mir gar nicht vorstellen, woher Sie diese Vermutungen haben. Lieber sitzen Menschen wie Sie dann im klimatisierten SUV, werden immer fetter und scheißen auf die Umwelt. Die Stadt sollte tatsächlich mehr für die Radfahrer tun, um die Alternativer zum Auto zu unterstützen.

... und dem Nutzer Jot.Ell_193802 nicht Fettleibigkeit unterstellen und ihm das zum Nachteil gereichen. Es gibt viele, mit nicht makellosen Körpern, die Rad fahren und dies gern tun. Desweiteren ist wie Nutzer Barbara schrieb Radfahren nicht nur Hobby oder Freizeit. Es fahren viele Kinder mit dem Rad zur Arbeit oder andere Personen, die keinen Führerschein haben, ihn nicht mehr haben oder auch zu alt dafür sind. Diese Verkehrsteilnehmer gilt es im Straßenverkehr zu schützen und nicht durch falsche Privilegien eher zu gefährden. Denn Jot.Ell_193802 sie sollten bedenken, dass Kinder bereits im Alter ab 10 Jahren auf der Straße fahren müssen und nicht mehr auf dem Gehweg fahren dürfen. Vielleicht konnte ich Ihren scheinbar einseitig eingestellten Blickwinkel erweitern.

...wohl für die Entgleisung entschuldigen. Aber manchmal hat man das Gefühl, aus der Haut fahren zu müssen.