Auto-Rallye

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Auto-Panne für Neubrandenburgerin auf dem Balkan

Der Bremsschlauch hat sich aus dem Bremssattel gelöst. Oliver Groß aus Prenzlau reparierte das Auto.
Der Bremsschlauch hat sich aus dem Bremssattel gelöst. Oliver Groß aus Prenzlau reparierte das Auto.
Caroline Müller

Seit Samstag fährt eine Neubrandenburgerin bei einer der härtesten Auto-Rallyes Europas mit. Neben einer Panne erlebte sie auch einige kuriose Situationen.

Die Auto-Rallye auf dem Balkan ist in vollem Gange. Und den beiden Teilnehmern aus dem Nordosten zehrt es ordentlich an den Kräften. Wenig Schlaf, lange Autofahrten bis kurz vor Mitternacht hinterlassen ihre Spuren.

Aber davon lassen sich Caroline Müller aus Neubrandenburg und Oliver Groß aus Prenzlau nicht unterkriegen oder gar die Laune bei der „Pothole Rodeo” (zu deutsch etwa „Schlagloch-Ralley”) vermiesen. Die Zwei müssen in sieben Tagen elf Länder in einem schrottreifen Auto durchfahren. 4000 Kilometer geht es durch den Balkan.

Auto-Reparatur kein Problem auf Balkan

Inzwischen erlebten die beiden auch ihre erste Panne am eigenen Auto. Der Bremsschlauch hat sich aus dem Bremssattel gelöst. „Zum Glück sind auf dem Balkan an vielen Stellen Ausbuchtungen mit Betonrampen, auf die wir das Auto fahren und schnell wieder reparieren konnten”, sagte die 22-jährige Müller, die seit 2016 eine Ausbildung zur Medienkauffrau bei der Nordkurier Mediengruppe absolviert.

Anderen Teams geht es nicht besser: Zwar bereite das Fahren durch Pfützen auf Feld-, Sand- und Schotterwegen jede Menge Spaß. Jedoch hat sich bei zwei anderen Fahrern der Unterfahrschutz so stark verbeugt, dass er abgebaut und der Reifen gewechselt werden musste.

Hupkonzert an der ungarisch-rumänischen Grenze

Müller und Groß haben auch mal Zeit gehabt, sich eine Stadt näher anzuschauen: Transnistrien in Moldawien. „Es waren so viele Autos aus den 80er- und 90 er-Jahren dort, es war wie ein Zeitsprung zurück”, berichtete der Prenzlauer Groß.

In den vergangen Tagen erlebten die beiden auch kuriose Situationen. So gab es an der Grenze zwischen Ungarn und Rumänien ein Hupkonzert, weil die Zollbeamten ihrer Arbeit offenbar nicht nachgegangen sind.

Verhandlungsgeschick mit Obst und Gemüse

Neben den normalen Touren müssen die Teams an jedem Tag auch eine Herausforderung erledigen. Bei einer davon mussten Müller und Groß mit Verhandlungsgeschick so viel verschiedenes Obst und Gemüse sammeln wie möglich. Im Tausch gegen Geld, zwei österreichische Bier und eine Flasche Wodka – die eigentlich für Zollbeamten gedacht war – bekamen sie einige Früchte.

In Moldawien mussten sie in einer weiteren Aufgabe, Kinder in einem von vier Kinderheime der Organisation ORA mit Schul- und Spielsachen überraschen. „Es war so schön, die großen Augen der Kinder zu sehen, als wir ihnen die Spielsachen überreichten”, sagte Müller. Groß fand die Idee dieser Aufgabe wirklich gut, „weil es für uns eine Kleinigkeit war, der für die Kinder einen großen Nutzen und ihnen Freude bereitet hat”.