NEUBRANDENBURG

Anwohner gehen gegen geplante Sporthalle vor

In Neubrandenburg soll der Schul- und der Vereinssport nach dem Abriss der alten Blechhalle eine neue Heimstätte finden. Dagegen regt sich Widerstand.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Im Katharinenviertel soll eine neue Sporthalle entstehen, die dann in etwa so aussehen wird. Das gefällt aber nicht allen
Im Katharinenviertel soll eine neue Sporthalle entstehen, die dann in etwa so aussehen wird. Das gefällt aber nicht allen in der unmittelbaren Nachbarschaft. ZVG
Im Katharinenviertel soll eine neue Sporthalle entstehen. Das gefällt aber nicht allen in der unmittelbaren Nachbarschaft
Im Katharinenviertel soll eine neue Sporthalle entstehen. Das gefällt aber nicht allen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Anwohner der Katharinenstraße in Neubrandenburg ziehen die Rechtmäßigkeit des geplanten Sporthallenneubaus in der großen Krauthöferstraße in Zweifel und haben Juristen engagiert, um das genau zu prüfen. Für den Neubrandenburger Rechtsanwalt Joachim Kahl ist die gegenwärtige Rechtslage klar: Die Bauherrin der neuen Anlage, die Stadt Neubrandenburg, besitzt noch keine gültige Baugenehmigung – lediglich eine Teilgenehmigung sei bisher erteilt worden.

Sanierung der alte Halle unwirtschaftlich

Bis Herbst 2020 hofft die Stadt auf die Fertigstellung einer neuen Zwei-Felderhalle im Katharinenviertel – für die Regionalschule „Fritz Reuter“, die Grundschule „Uns Hüsung“ und das Förderzentrum „Pestalozzi“ sowie in unterrichtsfreien Zeiten auch für örtliche Sportvereine. Sie soll die in den 1970-er Jahren errichtete und mittlerweile abgerissene Ruhlandhalle ersetzen. Eine Sanierung sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu vertreten gewesen. Für den Neubau mit einer Nutzfläche von 22 mal 45 Metern sollen 4,3 Millionen Euro investiert werden, davon 3,3 Millionen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm des Bundes. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt kündigte in der vergangenen Woche die Grundsteinlegung für die neue Sportstätte im Dezember an.

Illegal parkende Autos

Nachbarn der neuen Halle fürchten jetzt nicht nur deren Dimensionen, sondern auch „anhaltenden Lärm“ bis in die Abendstunden. Wie Rechtsanwalt Kahl sagte, wolle niemand den Bau der Halle verhindern, wohl müssten aber deren Proportionen und die Nutzung neu geplant werden. Eigentümer von Grundstücken, die unmittelbar an die sportliche Immobilie grenzen, sagen schon jetzt Wertverluste für ihre Immobilien und viele illegal parkende Autos voraus. Die Anwohner hätten rechtzeitig bei den Planungen mit ins Boot genommen werden müssen, so die Forderung aus der Nachbarschaft der neuen Sportstätte.

Sportfunktionär versteht Bedenken nicht

Im Kreissportbund Seenplatte herrscht angesichts der Vorbehalte gegen den Hallenneubau Entsetzen. Torsten Hanke, Neubrandenburger und einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Kreissportbundes, sagte auf Nordkurier-Nachfrage, der Neubau werde angesichts der angespannten Situation um Hallenzeiten für Vereine dringend benötigt. „Angesichts des Standortes muss auch über den Schulsport nicht geredet werden“, so der ehrenamtliche Sportfunktionär. Das Argument der fehlenden Parkplätze zieht bei Hanke auch nicht: Ringsum seien genügend Parkplätze und sogar Parkhäuser vorhanden. Er findet es „sehr schade“, dass Anwohner Einwände gegen den Neubau geltend machen wollen, und appelliert an mehr Rücksichtnahme untereinander.

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Kommentare (1)

Das ein raum für Sport an einer Schule sein muss ist Verständlich. Nur ist in der nähe ein große Sportanlage so das eine neue Halle eigentlich nicht Notwendig ist. Und an alle Sportvereine warum soll die öffentliche Hand das fördern. Jedes Fitnessstudio schafft es auch alleine und muss es. Wenn sich endlich die Vereine an den realen Kosten der Sporthallen beteiligen über die Miete können sie Forderungen stellen. Freizeitsport ist erstmal Privatsache und für Steuergelder eine reine Verschwendung.