Für Hunde und Katzen
Alte Scheune in Altentreptow soll fürs Tierwohl saniert werden

Die frisch renovierte Scheunenfront nebst Zaun bei dem Tierheim Altentreptow.
Die frisch renovierte Scheunenfront nebst Zaun bei dem Tierheim Altentreptow.
Natalie Meinert

Die Stadt überließ dem Tierschutzverein Altentreptow im vergangenen Jahr eine alte Scheune. Mitarbeiter und die Tiere brauchten mehr Platz.

Tierheimleiterin Silke Greier begrüßt Gäste in einer kleinen Waschküche, die nicht nur für die Futtervorbereitung herhält, sondern auch als Gemeinschaftsraum für die Mitarbeiter dient. Nebenan ist ein noch kleineres Bad, in der die Mitarbeiter auf Toilette gehen oder Hunde gewaschen werden. Eng ist es, überall stehen große Säcke mit Tierfutter. „Wir brauchen auf Dauer einfach mehr Platz.“ Vergangenes Jahr hat die Stadt Altentreptow dem Tierschutzverein die leer stehende alte Scheune neben dem Tierheim zur Verfügung gestellt. Silke Greier hofft, dass die bald ausgebaut werden kann.

Momentan fänden etwa 50 Katzen und acht Hunde im Tierheim ein temporäres Zuhause. Zusätzlich seien fünf Hunde auf Pflegestelle vor Ort. Zwar könnten sie in den kommenden Tagen einige Katzen an andere Tierheime weiterreichen, berichtet Silke Greier. „Aber besonders zu Anfang des Jahres kommen immer neue Fundhunde. Außerdem werden jeden Frühling viele Katzen bei uns abgegeben.“ Eine artgerechte Tierhaltung gestalte sich so manchmal schwierig.

Auch Susann Räth hofft, dass bald Sanierungsarbeiten im Inneren der Scheune stattfinden werden. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins von Altentreptow und Umgebung erzählt, dass die Stadt bereits die renovierte Hausfront finanziert habe; ebenso die Wegpflasterung zur Scheune und die Umzäunung des Grundstücks, die im Januar fertiggestellt wurde. Die Sanierung des Dachgiebels, die momentan noch in Planung sei, finanziere ebenfalls die Treptower Verwaltung. „Die Stadt war uns eine große Hilfe. Wir können ihr gar nicht genug dafür danken“, sagt Susann Räth erleichtert. Noch sei die Scheune allerdings nicht so weit, wie der Tierschutzverein es sich wünsche. „Wir haben momentan Probleme, einen Architekten zu finden, der das Innere der Scheune saniert und umbaut.“

Sanierung über mehrere Jahre

Vereinsschriftführerin Andrea Brämer führte bisher die Gespräche mit unterschiedlichen Architekten. „Im Idealfall würde der potenzielle Architekt das Projekt kostenlos übernehmen. Wir finanzieren unsere Arbeit größtenteils aus Privatspenden, weshalb wir nicht mit hohem Gehalt dienen können.“ Momentan gebe es noch keinen konkreten Kandidaten. An Ideen mangelt es aber nicht: „Wir haben schon ganz viele Vorstellungen, was alles in die ehemalige Scheune rein soll.“ Sie zählt auf: Ein Büro, Umkleideräume, Toiletten, ein Küchenbereich, ein Seminarraum für Besucher und Schulklassen, ein Behandlungszimmer für kleine tierärztliche Eingriffe, ein Außenbereich für die Tiere und so weiter.

Zusätzlich soll der Dachboden ausgebaut werden, damit dort ein Mutter-Kind-Bereich für Katzen Platz findet. Die Liste ist lang. „Die Sanierung wird sich wahrscheinlich über einige Jahre ziehen“, schätzt Andre Brämer. Doch der Umbau ist nach Ansicht der Vereinsmitglieder bitter nötig: „Wir wollen das Tierheim durch das zusätzliche Gebäude einfach menschen- und tiergerechter machen.“