Unsere Themenseiten

Ortsumgehung

:

Alte Eiche in Neubrandenburg wird gerettet

Die weithin sichtbare Eiche an der Bergstraße soll in den kommenden Wochen einen Schutz aus Spundwänden erhalten. Dann können auch die Arbeiten an der Verlegung der Straße auf die andere Seite des Hügels weitergehen.  
Die weithin sichtbare Eiche an der Bergstraße soll in den kommenden Wochen einen Schutz aus Spundwänden erhalten. Dann können auch die Arbeiten an der Verlegung der Straße auf die andere Seite des Hügels weitergehen.
Jörg Franze

Die markante Eiche muss nicht für die Ortsumgehung von Neubrandenburg weichen. Die Planungsgesellschaft Deges hat nach einem neuen Gutachten, das die Eiche als erhaltenswert eingestuft hat, eine Lösung erarbeitet.

Eine alte Eiche in der Bergstraße, deren Erhalt durch den Bau der Umgehungsstraße gefährdet schien, wird stehenbleiben. Diese gute Nachricht für viele Neubrandenburger „Baumfreunde“ verkündete Nicole Ramm von der Fernstraßenplanungsgesellschaft Deges auf Nachfrage im Stadtentwicklungs-Ausschuss. Ramm und weitere Mitarbeiter der Deges sowie Vertreter der Bauleitung hatten den Stadtvertretern zuvor erläutert, dass die Arbeiten grundsätzlich im Plan liegen und welche Maßnahmen an welchen Stellen demnächst anstehen. Doch Ingo Gille (SPD) erinnerte sich, dass es da ja noch den „Problembaum“ gibt und hakte nach.

Sicherungsmaßnahmen sollen bald beginnen

„Die Eiche wird nicht gefällt“, beantwortete Ramm seine Frage. Nachdem der Baum in einem aktuellen Gutachten als erhaltenswert eingestuft worden war, waren in den zurückliegenden Wochen Varianten geprüft worden, wie das gewährleistet werden kann. Als wirtschaftlichste und sinnvollste Lösung habe sich der Aufbau von Spundwänden um den Baum herauskristallisiert, so die Deges-Planerin. Derzeit laufe die Ausführungsplanung, die Sicherungsmaßnahme selbst soll ebenfalls bald beginnen.

Damit können auch die Arbeiten an der Verlegung der Bergstraße weitergehen, die vorerst gestoppt worden waren, um dem gut 200 Jahre alten Baum nicht die Standsicherheit zu rauben. Die Pause hatte allerdings schon zu einem kleinen Verzug an dieser Stelle geführt, hieß es von der Bauleitung. Denn von dem Hügel, auf dem die Eiche steht, muss nach Angaben der Baufachleute noch weitere Erde abgetragen werden. Das hätte ohne weitere Schutzmaßnahmen die Wurzeln des alten Baumes so stark freigelegt, dass er kaum überlebensfähig gewesen wäre.

Kommentare (1)

Zuerst werden hunderte Bäume gefällt und viele Hektar Natur platt gemacht und versiegelt, damit auch ja überall Autos rollen können! Und jetzt rühmt man sich einen markanten Baum gerettet zu haben! Na herzlichen Glückwunsch!