VERKEHR

Abriss des Bahnüberganges in Neubrandenburg hat begonnen

Damit der Verkehr besser rollt, wurde als Ersatz für den Bahnübergang Sponholzer Straße der sogenannte Schniepel errichtet. Doch der kappt die direkte Zufahrt vom Osten Richtung Friedhof.
Die Schranken offen, der Übergang zu. Seit Ende der Woche läuft der Rückbau des Bahnübergangs an der Sponh
Die Schranken offen, der Übergang zu. Seit Ende der Woche läuft der Rückbau des Bahnübergangs an der Sponholzer Straße. Er wird durch den „Schniepel” ersetzt. Mirko Hertrich
Sonst waren nur die Schranken an dem Bahnübergang an der Sponholzer Straße ab und an zu, jetzt wurde er ganz gesper
Sonst waren nur die Schranken an dem Bahnübergang an der Sponholzer Straße ab und an zu, jetzt wurde er ganz gesperrt. Mirko Hertrich
Über diese schmale Straße, die Planstraße A, geht es jetzt von der Hochstraße unter der neuen Brüc
Über diese schmale Straße, die Planstraße A, geht es jetzt von der Hochstraße unter der neuen Brücke durch in Richtung Friedhofsparkplätze und Kleingartenanlage. Mirko Hertrich
Luftbild vom 20. August nach Freigabe des Teilstücks der Ortsumgehung. Die Planstraße A war zu diesem Zeitpunkt noc
Luftbild vom 20. August nach Freigabe des Teilstücks der Ortsumgehung. Die Planstraße A war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig. Sie verläuft unterhalb des Damms für die Brückenauffahrt. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Viele Neubrandenburger werden ihm wegen der Wartezeiten keine Träne nachweinen, für einige Besucher des Neuen Friedhofs wird die Anfahrt aber etwas komplizierter. Die bundeseigene Projektmanagementgesellschaft Deges hat zum Wochenende mit dem Rückbau des Bahnübergangs Sponholzer Straße begonnen, ohne dies vorher anzukündigen. Am Samstag riss ein Bagger schon die Straßenanbindung Richtung Süden auf, von Norden her versperrten rot-weiße Gitter den Autofahrern den Weg.

Um den Bahnübergang zu ersetzen und einen besseren Verkehrsfluss von der Ost- in die Nordstadt zu gewährleisten, war der zweite Abschnitt des ersten Teils der Neubrandenburger Ortsumgehung in den vergangenen Monaten gebaut worden. Über die von den Bauleuten wegen seiner Form Schniepel oder Haken genannte Strecke fahren seit gut einem Monat in beiden Richtungen die Autos zwischen dem Knotenpunkt Ost B 96/B104 und der Sponholzer Straße.

Jetzt wird es für einige Autofahrer kompliziert

Wie von der Deges angekündigt, erfolgten nun die restlichen Arbeiten. Die betrifft die Fertigstellung der Stützwand zur Dammsicherung der B 104 sowie der „Planstraße A”, die jetzt mit Beginn des Rückbaus freigegeben wurde. Über diese erfolgt nun die Zufahrt zum Neuen Friedhof, dem Garagenkomplex und den Kleingärten. Die Anfahrt führt über die Straße An der Hochstraße.

Kompliziert wird es allerdings für Friedhofsbesucher oder Garagen- und Gartenbesitzer, die aus Richtung Friedland/Woldegk auf die wenigen Parkplätze des neuen Friedhofs über Gerichtsberg und die Straße am Neuen Friedhof wollen. Denn für sie gibt es mit dem Abriss der alten Straße Richtung Bahnübergang keine Abfahrt mehr direkt von der Bundesstraße. Sie biegen besser schon vorher Richtung Einsteinstraße in die Oststadt ab und fahren dann über den Juri-Gagarin-Ring zu An der Hochstraße, um von dort auf die Planstraße A zu gelangen.

Die Kosten für den Rückbau des Bahnübergangs und den nördlichen Stadtanschluss in Höhe von 7,2 Millionen Euro teilen sich der Bund und Neubrandenburg. Der Anteil der Vier-Tore-Stadt beläuft sich auf rund 1,8 Millionen Euro, vom Land gab es knapp 900.000 Euro Fördergelder.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

Kommende Events in Neubrandenburg (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (1)

Die komplizierte bzw. aufwendige Zufahrt zum Friedhof war aber bereits klar, als die ersten Baupläne bekannt wurden. Aber wer denkt schon immer bis zu Ende?
Also warum nicht einfach mal die Gedanken spielen lassen?
Wie wäre es mit einer Straßenverbindung zwischen der Just-Str. und dem Parkplatz am Friedhof? Das wäre dann gerade für Ortsfremde leichter zu finden.
Oder man verlegt langfristig den Haupteingang des Friedhofs an seine Südseite. In dem Zuge könnte man auch die alten Denkmale dort aufhübschen, abreißen oder modernisieren oder was auch immer.

Bezeichnend ist aber auch in diesem Artikel wieder die Verwendung des sexistischen Begriffes SCHNIEPEL !
Einfach mal bei Wikipedia eingeben!
Gut, dass hier mit der Bezeichnung HAKEN erstmals ein akzeptabler Kompromiss benannt wird.
Ich als Ästhetiker würde die geschwungene Linienführung der Straße mit der Aufspaltung mit Mittelinsel zur neuen Kreuzung hin als Venushügel bezeichnen. Da dieses Wort für den Tagesgebrauch etwas lang ist, käme auch der Begriff M.ÖSE in Frage.
Und um den 0,6% der Deutschen mit Trans-, Bi- oder anderen Zwischenformen entgegenzukommen wäre aus meiner Sicht auch Venushügelin oder auch der M.öser möglich.