KABARETTIST

Willy Astor: Auftritte in Autokinos zunächst befremdlich

In der Corona-Krise haben Autokinos aufgrund der Hygiene-Regeln wieder Konjunktur. Doch nicht allen Künstlern gefällt ein Auftritt auf so einer Bühne. Auch Willy Astor will sich nicht an diesen Zustand gewöhnen.
dpa
Willy Astor
Kabarettist Willy Astor gewöhnt sich nur widerwillig an Auftritte in Autokinos. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa
Augsburg.

Der Kabarettist Willy Astor gewöhnt sich nur widerwillig an Auftritte in Autokinos in der Corona-Epidemie. „Das war beim ersten Mal schon sehr befremdlich”, sagte der 58-Jährige der „Augsburger Allgemeinen”.

„Da dachte ich die erste halbe Stunde, es sitzt gar niemand in den Autos, und die Leute sind spazieren gegangen.” Erst mit der Zeit seien Hupen als Applaus ertönt und die Auftritte lustig geworden. „Am Ende war es wie Lachen auf Rädern”. Aber er hoffe, nicht jahrelang in Autokinos spielen zu müssen, betonte er. „Das ist auf die lange Strecke nicht so mein Ding.” Er habe die Corona-Krise als wochenlangen Karfreitag erlebt, so der Künstler. „Insgesamt habe ich mich an diese Art der Depression gewöhnt. Uns Künstlern ist der Mund sozusagen immer noch halb zugeklebt.” Auch wenn er momentan genügend Zeit habe, fielen ihm Ideen zu seinen Texten meist nur spontan ein. So auch die von ihm geschriebene Hymne des FC Bayern, „Stern des Südens”: „Das war an einem entspannten Freitagvormittag um Halbzehne”, sagte Astor. „Da kam das Lied plötzlich angeflogen. Das sind die Geschenke, die mir die Muse vorbeischickt.”

© dpa-infocom, dpa:200704-99-669650/2

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