UNTERSUCHUNGSHAFT

Stiefmutter soll Vierjährigen getötet haben

In einem beschaulichen Ort in Bayern ist ein Vierjähriger gestorben. Die Stiefmutter des Jungen sitzt wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Der Fall erinnert an den Prozess um die getötete Leonie.
dpa
Stiefmutter soll Vierjährigen getötet haben
Eschenbach in der Oberpfalz soll eine 25-jährige Frau einen vier Jahre alten Jungen getötet haben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Eschenbach in der Oberpfalz.

Eine junge Frau soll einen vier Jahre alten Jungen im bayerischen Eschenbach mit Gewalt getötet haben. Sie sitze wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft, teilte die Polizei mit. Die 25 Jahre alte Stiefmutter hatte den Angaben nach in der Nacht zum Montag Polizei und Rettungsdienst zu sich nach Hause gerufen, weil das Kind bewusstlos war und nicht atmete. Rettungskräfte konnten den Vierjährigen nicht wiederbeleben.

Kind starb gewaltsam

Rechtsmediziner stellten bei einer Untersuchung einen Tag später fest, dass das Kind wegen zunächst nicht sichtbarer Gewalteinwirkung starb, wie ein Polizeisprecher sagte. Am Mittwoch nahmen Ermittler die Philippinerin fest, am Donnerstagabend wurde sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Deutschlandweit wird aktuell der Prozess um die getötete Leonie aus Torgelow mit großem öffentlichen Intereresse verfolgt. Angeklagt ist David H., der Stiefvater der Sechsjährigen. Der Nordkurier berichtet hier von der Gerichtsverhandlung in Neubrandenburg. Zuletzt ist dabei bekannt geworden, dass in der Wohnung Blutspuren von Leonie und ihrem jüngeren Bruder gefunden worden sind, zudem haben Gutachter Drogenrückstände in den Haaren der insgesamt drei Kinder nachgewiesen.

Vater war in Tatnacht nicht zu Hause

Die Verdächtige im Fall aus dem bayerischen Eschenbach wohnte mit dem Vater des Jungen und weiteren Kindern zusammen. In der Tatnacht war der Vater nicht zu Hause, wie der Sprecher sagte. Ob und wie andere Kinder die Tat miterleben mussten, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun, wie genau der Vierjährige starb. Unklar blieb für die Beamten zunächst auch das Motiv der Frau. Zur Tat äußerte sich die 25-Jährige bisher nicht.

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