MOTTO „#HALLEZUSAMMEN”

Nach Terror in Halle: Konzert als Zeichen der Solidarität

Vor gut einer Woche erschütterte ein Terroranschlag die Saalestadt Halle. Zwei Menschen wurden getötet und zwei weitere schwer verletzt.
dpa
Synagoge in Halle
Nur noch ein schmaler Weg führt zwischen den Blumen und Kerzen zur Tür der Synagoge Halle. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Synagogentür von Halle
Die Tür der Synagoge in Halle zeugt von den Schüssen des rechtsextremen Attentäters. Foto: Jan Woitas/zb/dpa
Schutz von jüdischen Einrichtungen
Eine Polizistin steht vor der Synagoge im bayerischen Straubing. Foto: Armin Weigel/dpa
Trauer an Synagoge
Nach den Angriffen in Halle/Saale sollen Synagogen in Deutschland besser geschützt werden. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Halle.

Jetzt soll am Samstag unter dem Motto „#HalleZusammen” ein Zeichen für Toleranz, friedliches Miteinander sowie gegen Ausgrenzung und Hass gesetzt werden. Bei der von verschiedenen Medienunternehmen organisierten Veranstaltung treten auf dem Marktplatz unter anderem Künstler wie Alice Merton, Max Giesinger, Joris und Mark Forster auf.

Am 9. Oktober hatte ein Deutscher schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Als sein Plan misslang, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20-Jährigen in einem Döner-Imbiss. Der 27-Jährige ist in Untersuchungshaft und gibt ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv zu. Vor dem Anschlag hatte er einen Ablaufplan veröffentlicht, die Bluttat selbst hatte er über eine Helmkamera live im Internet übertragen.

Am Freitag war in Merseburg des 20-Jährigen gedacht worden, der bei dem Terrorakt erschossen worden war. Angehörige und Freunde nahmen Abschied. Mit waren dabei auch Fans des Fußball-Drittligisten Hallescher FC. Der Getötete gehörte zum Kreis der Anhänger des Vereins und feuerte das Team bei Heim- und Auswärtsspielen aus der Fankurve heraus an. Die Mannschaft des HFC war nach dem Anschlag bei ihren Partien mit Trauerflor angetreten.

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten am Freitag betont, dass der polizeilichen Präsenz vor Synagogen eine besondere Bedeutung zukommt. Umgesetzt werde dies auch im „regelmäßigen Kontakt der Sicherheitsbehörden mit den jüdischen Gemeinden”, wobei den besonderen Umständen vor Ort „durch die Polizeidienststellen je nach Gefährdungslage Rechnung getragen wird”. Außerdem will man technische und bauliche Maßnahmen zur Sicherung von Synagogen unterstützen. Die Minister berieten in Berlin bei einer Sonderkonferenz über Schlussfolgerungen aus dem Terroranschlag.

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