PROTEST GEGEN KOHLE

Greenpeace-Aktivisten dunkeln CDU-Zentrale ab

Am frühen Morgen haben Aktivisten der Umweltorganisation mit einer außergewöhnlichen Aktion gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung protestiert.
dpa
Die Aktivisten hatten das Gebäude mit schwarzem Stoff verhüllt.
Die Aktivisten hatten das Gebäude mit schwarzem Stoff verhüllt. Christophe Gateau
Protestaktion
Greenpeace-Aktivisten klettern auf einer Leiter auf das Dach der CDU-Parteizentrale in Berlin. Christophe Gateau
Berlin.

Greenpeace-Aktivisten sind bei einer Protestaktion gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung auf das Dach der CDU-Parteizentrale in Berlin geklettert.

„Hier müssen sie uns zuhören”, kommentierte eine Sprecherin in einem Video, das Greenpeace etwa auf Twitter teilte. Zu sehen waren Demonstranten, die ein Transparent auf dem Dach des Konrad-Adenauer-Hauses entrollten. Die Aktivisten warfen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dessen Partei vor, Wissenschaftlern sowie der Kohlekommission nicht zuzuhören.

Das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung sei eine „Farce”, kommentierte die Greenpeace-Sprecherin. „Unser aller Geld soll verwendet werden, um für die Schäden aufzukommen, die die Kohleindustrie verursacht hat.” Die Polizei bestätigte einen Einsatz.

Kohleausstieg bis 2038

Deutschland soll bis 2038 schrittweise aus der klimaschädlichen Kohleverstromung aussteigen. Der Entwurf zum Kohleausstiegsgesetz sieht einen konkreten Fahrplan für das vorzeitige Abschalten von Kohlekraftwerken vor. Zentrale Gesetze zum Kohleausstieg sollen am Freitag von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden und damit noch vor der parlamentarischen Sommerpause.

© dpa-infocom, dpa:200701-99-628413/2

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