BUCHMESSE LEIPZIG

Buchbranche sieht sich im Aufbruch

– Trotz schwieriger Marktlage blickt die deutsche Buchbranche zu Beginn der Leipziger Buchmesse zuversichtlich in die Zukunft.
dpa
Leipziger Buchmesse 2019
Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Foto: Hendrik Schmidt

«Wir haben ein Riesenproblem in der Branche, wir verlieren massiv Buchkäufer», räumte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, am Mittwoch unter Hinweis auf jüngste Analysen ein. Käufer fühlten sich zu weit weg von den Anbietern.

Skipis verwies zugleich auf erste Konsequenzen. So veränderten führende Buchhändler ihre Ladenkonzepte, um den Kunden mit neuer Ansprache gerecht zu werden. Dies habe bereits Erfolge gezeigt.

«Wir sind auf dem richtigen Weg», sagte Skipis. So habe die Branche den Umsatz 2018 halten können. In den ersten beiden Monaten 2019 sei zudem ein Plus von 4,5 Prozent erwirtschaftet worden. «Das ist nahezu einmalig in der Vergangenheit gewesen.» Zudem sei der Bücherabsatz um zwei Prozent erhöht worden. «Wir gehen zuversichtlich und selbstbewusst in dieses Jahr», sagte Skipis, «diese Branche ist nicht in einer Krise, diese Branche ist im Aufbruch.»

Die Buchmesse sollte am Abend mit einem Festakt eröffnet und der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung an die russisch-amerikanische Autorin Masha Gessen verliehen werden. Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert.

Für die Besucher öffnet die Buchmesse am Donnerstag. Bis zum Sonntag präsentieren sich 2547 Aussteller auf dem Leipziger Messegelände. Erwartet werden gut 280 000 Gäste. Parallel dazu lädt das Festival «Leipzig liest» zu zahlreichen Lesungen ein. Gastland der Buchmesse ist in diesem Jahr Tschechien mit 55 Autoren.

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