ENTSENDUNG IM JUNI

50 US-Soldaten sollen Kokainhandel in Kolumbien bekämpfen

Der großflächige Anbau von Koka in Kolumbien konnte trotz großer Anstrengungen nicht gestoppt werden. Nun greifen die USA zu einer militärischen Lösung.
dpa
Kokaanbau
Luftaufnahme einer Kokaplantage im kolumbianischen Tumaco. Foto: Diego Pineda/colprensa/dpa
Bogota.

50 US-Soldaten sollen im Juni zur Unterstützung im Kampf gegen den Kokainhandel nach Kolumbien entsandt werden.

Die Einheit des US Southern Command werde vier Monate bleiben, um das Militär des Landes in „Verfahren und Taktiken zur Verbesserung des Kampfes gegen den Drogenhandel” zu beraten, sagte Armeechef Luis Fernando Navarro in einem Video. Das US Southern Command bestätigte die Information kolumbianischen Medien zufolge.

Navarro sagte, die US-Soldaten würden vor allem in vier kolumbianischen Regionen operieren. Dabei handelt es sich nach einem Bericht der Zeitung „El Tiempo” um die mit dem meisten Koka-Anbau. Jahrzehnte des Kriegs gegen die Drogen, Milliarden von US-Dollar an Finanzhilfen und ein Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc, die sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern finanzierte, haben den großflächigen Anbau von Koka in Kolumbien nicht stoppen können. Aus Koka wird Kokain hergestellt. Daten der US-Regierung zufolge wurde in dem südamerikanischen Land im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 2120 Quadratkilometern Koka angebaut, gegenüber 208 Quadratkilometern im Jahr 2018. Ein großer Teil des Kokains wird in die Vereinigten Staaten geschmuggelt, wo sich die Zahl der Drogentoten durch Kokain – von 1,4 auf 4,5 Todesfälle pro 100.000 Menschen – zwischen 2012 und 2018 mehr als verdreifacht hat, so das US-amerikanische Gesundheitsministerium.

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