TOURISMUS

Seeweide bei Penzlin ist nun ein Campingplatz

Nach nur drei Jahren ist der Campingplatz in Werder bei Penzlin so weit, dass schon die ersten Gäste übernachten können.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Runterfahren, ankommen, Ausblick genießen. Die ersten Gäste sind schon eingetroffen. Auch die Räder stehen für die Ausflüge am Osterfest bereit.
Runterfahren, ankommen, Ausblick genießen. Die ersten Gäste sind schon eingetroffen. Auch die Räder stehen für die Ausflüge am Osterfest bereit. Ingmar Nehls
Das obligatorische Banddurchschneiden durfte bei der Eröffnung natürlich nicht fehlen.
Das obligatorische Banddurchschneiden durfte bei der Eröffnung natürlich nicht fehlen. Ingmar Nehls
Werder.

Im Sonnenuntergang sitzen und den Schreien der Wildgänse und Kraniche lauschen. „Ihr habt so einen schönen Platz“, sagte Normen Herting aus dem Nordseebad Otterndorf. Herting ist der stellvertretende Bürgermeister der niedersächsischen Kleinstadt, die Partnerstadt von Penzlin ist. Der passionierte Camper hatte die Freude, der erste Gast in Werder zu sein. Wie angekündigt hat der Naturcampingplatz Seeweide pünktlich zu Ostern seine Tore für die ersten Gäste geöffnet.

Im Sommer des vergangenen Jahres sah der Campingplatz noch wie eine Sandwüste aus. Doch jetzt blühen Pflanzen und Hoffnungen. Denn der Campingplatz schließe eine touristische Lücke zwischen Waren und Neubrandenburg, wie Penzlins Bürgermeister Sven Flechner, sagte. Der kam, trotz Urlaub, ohne Zelt und Campingwagen, dafür aber mit vielen lobenden Worten im Gepäck. „Die Stadt ist euch dankbar, für euren Mut, die Idee und das Geld, das ihr hier investiert habt“, sagte Flechner zu Marie und Dirk Lindemann.

Vor drei Jahren mit der Planung begonnen

Die beiden hatten vor drei Jahren mit den Planungen begonnen und sind fast am Ziel angekommen. „Wir sind noch nicht fertig“, sagte Marie Lindemann bei der feierlichen Eröffnung. Im Mai soll noch eine Holzspielanlage die Fläche abrunden. Das Familienprojekt soll Schritt für Schritt wachsen. Neben den 120 Stellplätzen für Zelte und Wohnwagen könnten noch bis zu 25 Ferienhäuser dazukommen. Bis es da weitergeht, dient die freie Fläche als Bolzplatz und Streichelgehege.

Straße nach Werder soll besser werden

Auch für den alten Stall auf der Fläche hat das Ehepaar viele Ideen. So könnte ein Hofladen entstehen und vielleicht auch ein großer Kultursaal für Konzerte und Veranstaltungen. Die touristische Nutzung der Fläche soll ein zweites Standbein für den Landwirtschaftsbetrieb von Marie Lindemann sein. Hier sollen Urlauber und Einheimische dann unter anderem Biokalbfleisch kaufen können. Die Nähe der Fleckviehherde zum Campingplatz wird bleiben und ein Markenzeichen sein, das auch im Namen Seeweide steckt.

Vom wirtschaftlichen Erfolg des Vorhabens ist das Ehepaar überzeugt. Insgesamt stecken sie 1,4 Millionen Euro in das Campingparadies, für das 350 000 Euro Fördermittel vom Wirtschaftsministerium kommen. Durch die Erschließung des Campingplatzes haben auch die Anwohner von Werder neue Leitungen bekommen. Sven Flechner hat zudem angekündigt, die Straße zwischen Penzlin und Werder zu verbessern. Vielleicht wird sie sogar durch einen Radweg ergänzt. „Der Campingplatz ist eine touristische Ankereinrichtung, die weitere touristische Entwicklung nach sich ziehen wird“, ist er sicher.

Damit der 7,5 Hektar große Platz ganz schnell noch grüner wird, haben viele Gäste Bäume und Sträucher als Geschenk mitgebracht.

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