AUTOBAHN-BAUSTELLE

Wann wird der Neubau der Petersdorfer Brücke fertig?

Ein Ende der Arbeiten auf der Dauerbaustelle Petersdorfer Brücke an der A19 ist in Sicht. Läuft alles glatt, könnte die Mammut-Baustelle mit rund einem Jahr Verspätung fertig werden.
Auf der Baustelle an der Petersdorfer Brücke gab es keine Winterpause. Nur der starke Wind in den vergangenen Tagen lie&s
Auf der Baustelle an der Petersdorfer Brücke gab es keine Winterpause. Nur der starke Wind in den vergangenen Tagen ließ die Arbeiten zeitweise ruhen. Ingrid Kass
Im Spätsommer könnte auch die zweite Hälfte der Petersdorofer Brücke fertig und das Großprojekt dami
Im Spätsommer könnte auch die zweite Hälfte der Petersdorofer Brücke fertig und das Großprojekt damit abgeschlossen sein. Ingrid Kass
Die so genannten Vorlandbrücken sind fast komplett montiert. Da hinein werden bald die Mittelsegmente des neuen Brüc
Die so genannten Vorlandbrücken sind fast komplett montiert. Da hinein werden bald die Mittelsegmente des neuen Brückenteile gehängt. Ingrid Kass
Der Neubau der Petersdorfer Brücke wird voraussichtlich rund 62 Millionen Euro kosten.
Der Neubau der Petersdorfer Brücke wird voraussichtlich rund 62 Millionen Euro kosten. Ingrid Kass
Petersdorf.

Das Großprojekt Neubau der Autobahnbrücke über den Petersdorfer See ist nun offenbar endlich auf die Zielgerade eingebogen. Denn wie Michael Zarth, Kommunikationsleiter des Bauherren Deges, auf Nachfrage erklärte, soll im Spätsommer dieses Jahres die neue, dann komplett befahrbare Brücke eingeweiht werden.

Milder Winter gut, zu viel Wind schlecht

„Die Bauarbeiten an der zweiten Brückenhälfte kommen vor allem auch wegen des milden Winters gut voran“, so Zarth weiter. Allerdings hätten die starke Winde und Orkanböen, die in den zurückliegenden Wochen aufgetreten waren, die Bauarbeiten beeinträchtigt. Derzeit müssen einige Brückenteile mit Kränen bewegt werden, bei starken Winden sei das nicht möglich. „Es müssen Brückenteile für die großen Mittelsegmente an Land zusammengeschweißt werden, die werden mit Kränen bewegt. Aber auch Teile an der Brücke selbst können nur mit Hilfe von Kränen bewegt werden.

Das geht nur, wenn kein starker Wind herrscht. Denn die Sicherheit für die Mitarbeiter geht natürlich vor, da müssen dann einige Arbeiten ruhen“, betonte Michael Rath. Der Wind habe aber dem Brückenbau-Zeitplan insgesamt nichts anhaben können, sodass aus jetziger Sicht der Eröffnungstermin im Spätsommer gehalten werden könne, sagte der Mitarbeiter der Deges, der „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH“, deren Gesellschafter der Bund ist. Auch Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern oder auch Brandenburg sind an der Deges beteiligt.

Mittelsegmente werden eingehängt

Im Winterhalbjahr wird vor allem an den sogenannten Vorlandbrücken auf beiden Seiten der neuen Brückenhälfte gebaut. „Das sind die Teile der Brücke, die vom nördlichen und südlichen Widerlager aus bis über den ersten Brückenpfeiler herausragen und von Land aus montiert werden können“, machte Michael Zarth deutlich. Dort hinein werden dann später die Mittelsegmente gehängt, die derzeit an Land montiert werden. Zarth rechnet damit, dass diese Mittelsegmente im März, eventuell auch erst im April eingeschwommen werden können. Wenn die Mittelsegmente eingehängt wurden, dann ist auch der zweite Bauabschnitt der Petersdorfer Brücke schon als Brücke erkennbar.

Keine weitere Korrektur

Eine gute Nachricht hat Michael Zarth noch: Die Kosten für die Bauarbeiten haben sich nach der letzten Korrektur nicht verändert. Derzeit wird der Neubau der Petersdorfer Brücke insgesamt rund 62 Millionen Euro kosten. Ursprünglich war man bei Baubeginn von einer Summe von rund 43 Millionen Euro ausgegangen (der Nordkurier berichtete).

Schwierige Gründung

Im Sommer 2013 hatte die marode Petersdorfer Brücke das erste Mal Schlagzeilen gemacht: Das rund 200 Meter lange und 1978 errichtete Bauwerk konnte den deutlich zunehmenden Lasten-Verkehr nicht mehr tragen. 2015 wurde die Brücke dann für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen gesperrt. Fachleute hatten nach Schweißarbeiten Schäden an der Metallkonstruktion der Teilbrücke nach Norden festgestellt. Damals war man noch davon ausgegangen, dass die gesamte Brücke mit ihren zwei Teilen im Sommer 2019 fertiggestellt wird und sich die Kosten auf etwa 43 Millionen Euro belaufen werden.

Beides musste korrigiert werden – vor allem weil sich die Arbeiten an der Gründung der Brücke schwierig gestalteten. Mit Beginn der Sommerferien 2018 wurde der neue westliche Brückenteil fertiggestellt, auf dem zurzeit die Autos jeweils zweispurig in Richtung Berlin und Rostock rollen können.

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