Feuerwehrausstattung
Großer Scheck vom Land für Warener Löschauto

Innenminister Lorenz Caffier (rechts) überreichte den Scheck für ein neues Warener Feuerwehrfahrzeug am Gründonnerstag.
Innenminister Lorenz Caffier (rechts) überreichte den Scheck für ein neues Warener Feuerwehrfahrzeug am Gründonnerstag.
Susann Salzmann

Die Freiwillige Feuerwehr in Waren hat ihr Ostergeschenk schon vorab erhalten: MV schießt 130.000 Euro für ein nagelneues Löschfahrzeug zu. Das wird aber nicht mehr in diesem Jahr im Depot stehen.

Kleiner, wendiger und 320.000 Euro teuer: Die Einsatzkräfte der Warener Feuerwehr rangieren voraussichtlich im nächsten Jahr ihr Tanklöschfahrzeug aus. Getauscht werden soll es gegen ein nagelneues Löschgruppenfahrzeug LF 10. Mit dem Scheck in Höhe von 130.000 Euro, den Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Gründonnerstag übergeben hat, ist die Finanzierung abgesichert.

Für Warens Wehrleiter Reimond Kamrath nicht nur ein frühzeitiges Ostergeschenk, sondern eine notwendige Ersatzbeschaffung. Denn das in die Jahre gekommene Fahrzeug hat bereits 26 Jahre auf dem Buckel, „rostet an allen Ecken und die Rollos halten nur noch mit Zurrgurten”, fasste der zweite stellvertretende Landrat der Seenplatte, Thomas Müller, die Situation zusammen.

Weniger Wasser an Bord

Waren tauscht das alte Fahrzeug bewusst gegen ein Löschfahrzeug mit kleinerem Wassertank. 500 Liter weniger Wasser. „Lediglich” 2000 passen in den aufgerüsteten Tank. Dafür ist das neue Fahrzeug wendiger. „Damit sind wir besser zu Einsätzen in der ohnehin schon engen Innenstadt unterwegs und haben kleinere Wendekreise”, erklärte der Feuerwehrchef auf Nachfrage.

Eigentlich sollte das neue Fahrzeug, das nun auch Platz für weitere drei Kameraden – also insgesamt neun – bietet, schon im Jahr des 150. Feuerwehrjubiläums im Depot stehen. Dafür aber hätte die Finanzierung reibungsloser vonstatten gehen müssen, so Kamrath. Die Geldsumme wird neben dem Betrag vom Land auch von der Stadt Waren mit 160.000 Euro sowie dem Landkreis mit 30.000 Euro aufgebracht.

Das „alte” Tanklöschfahrzeug muss noch mindestens 12 Monate durchhalten. Was danach mit dem Gebrauchten passiert, ist noch unklar. Feststehe bisher nur, dass er nicht verschrottet werde. Ein Abnehmer werde sich schon finden, ist Caffier optimistisch, denn es gebe bereits mehrfache Anfragen von Gemeinden, die sich für das Einsatzfahrzeug interessierten, so der Innenminister.