GESCHWINDIGKEITSREDUZIERUNG

Entscheidung über Tempo 30 in Warens Marx-Straße naht

Schon lange kämpfen Anwohner der Karl-Marx-Straße in Waren für eine Temporeduzierung. Doch die Verantwortlichkeit wurde hin und her geschoben. Jetzt könnte eine Entscheidung kommen.
Tempo 30 in der Karl-Marx-Straße? Das wird nun bald geklärt.
Tempo 30 in der Karl-Marx-Straße? Das wird nun bald geklärt. Ingmar Nehls
Waren.

Im Umweltausschuss in Waren sol am 22. Juni im Jugendzentrum „Joo!” verkündet werden, ob die Stadtverwaltung in der Karl-Marx-Straße die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h heruntersetzt. Das hat zumindest Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) bei der jüngsten Stadtvertretersitzung so angekündigt. Ralf Spohr, Vorsitzender der CDU-Fraktion, hatte kritisch nachgebohrt, ob sich in der Angelegenheit mittlerweile etwas getan hätte. Laut Norbert Möller habe es ein kritisches Gespräch mit dem zuständigen Fachamt über das langsame Vorankommen in dieser umstrittenen Sache gegeben.

Stadtvertreter entschieden sich gegen Temporeduzierung

Seit vielen Jahren kämpfen die Anwohner für eine Temporeduzierung, denn die Karl-Marx-Straße ist eine innerörtliche Sammelstraße. Hier fließt Verkehr aus mehreren Querstraßen hinein, zudem wird die Straße auch gern als schnelle Alternative zur Bundesstraße 192 genutzt, weil es kaum Ampeln gibt. Die Stadtvertreter hatten das Thema im Januar 2018 auf dem Tisch, entschieden sich aber gegen die Temporeduzierung.

Bürgermeister Norbert Möller stellte damals aber trotzdem einen Antrag auf Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit beim Straßenbauamt Neustrelitz, das diesen allerdings ablehnte, weil es nicht dafür zuständig ist. Stattdessen müsste die Stadtverwaltung selbst prüfen, ob zum Schutz der Wohnbevölkerung die Einrichtung einer Tempo 30-Zone in Betracht kommt.

Diskussion in der Stadt seit Januar 2018

Dies ist übrigens eine Empfehlung des Lärmaktionsplans, den die Stadtvertreter Warens ja mehrheitlich in seiner Form beschlossen hatten. Im vergangenen November wollte Norbert Möller nun erneut ein Signal der Stadtpolitiker zu dem Thema.

Doch Toralf Schnur (FDP/MUG) stellte klar, dass die Stadtverwaltung selbst als Verkehrsbehörde bei guten Gründen Tempo 30 auf den gemeindeeigenen Straßen anordnen kann, ohne dafür extra einen Beschluss der Stadtvertretung einzuholen. Doch noch immer leiden die Bewohner unter dem Lärm: Ein Schild steht auch heute noch nicht.

Bei der Sitzung des Umweltausschusses soll nun ein Konzept zum Thema Tempo 30 in der gesamten Stadt vorgestellt werden.

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