FEUERWEHR

Elf Glücksbringer für die Jabeler Feuerwehrjugend

Erstmals in ihrer 108-jährigen Geschichte haben die Jabeler Brandschützer nicht nur eine fest Nachwuchstruppe, sondern auch elf aktive Feuerwehrleute.
Die Mitglieder der Jabeler Kinder-und Jugendfeuerwehr haben es in ihren neuen Jacken künftig immer gemütlich.
Die Mitglieder der Jabeler Kinder-und Jugendfeuerwehr haben es in ihren neuen Jacken künftig immer gemütlich. Susann Salzmann
Jabel.

Oscar und Nico krabbeln über eine Leiter und stellen sich vor, unter ihnen befände sich das brüchige Eis einer gefrorenen Seeoberfläche. Angelina versucht sich derweil im Binden eines Kreuzknotens. Szenen wie diese prägen fortan das Ortsleben in Jabel.

Denn die Wehr mit ihren bislang 37 Mitgliedern – 30 davon gehören zur Einsatzabteilung – schafften im vergangenen Jahr etwas, wovon andere nur träumen. Sie haben an verschiedenen Türen geklingelt, um Kinder und Jugendliche fürs Mitmachen in der freiwilligen Feuerwehr zu begeistern. Insgesamt 20 Nachwuchsbrandbekämpfer sagten zu und treffen sich nun jeden Freitagabend zur Ausbildung.

Nun gab es das erste Geschenk an die Jugendwehr

Großen Anteil daran, dass sich Jabeler Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren zusammenfanden, trägt Benjamin Mahncke. Der neue Jugendwart ist sichtlich stolz auf seine Truppe und auf einen offenbar stetigen Zulauf. „Allein dieses Jahr haben wir bis jetzt schon wieder zwei neue Anfragen“, zeigt er sich zuversichtlich, dass die Nachwuchsgruppe langfristig Bestand haben wird. Als Jugendwart hat er sich in den kommenden Monaten selbst noch ein Ziel gesetzt: dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehren Jabel und Alt Gaarz beizutreten.

Den gründeten elf Feuerwehrbegeisterte, die sich seit November 2019 bemühen, Hilfs-Ideen in die Realität umzusetzen. Das erste Geschenk nun konnten die Vereinsmitglieder mit ihrem Vorsitzenden Christoph Schröder übergeben: 25 Jacken für die Kinder- und Jugendfeuerwehr für insgesamt 800 Euro.

„Es geht direkt in die Blutbahn”

„Spontan haben die Gründungsmitglieder 2500 Euro für die Vereinsarbeit gespendet“, überblickt Kassenwart Nicolaus Andreae das Konto. Zusätzlich ging bereits eine größere Privatspende ein. Damit steht der Verein nächsten Projekten finanziell sicher gegenüber. Die Unterstützung aber wird sich nicht nur auf die Feuerwehr beschränken. Die Vereinsstatuten legen fest, dass der Förderverein der Feuerwehren sich gleichsam dem dörflichen Brauchtum sowie dem Umwelt- und Naturschutz verschrieben hat.

Den Gedanken zur Vereinsgründung, räumt Nicolaus Andreae ein, gab es schon immer in Jabel. Mit einer rund viermonatigen Vorlaufzeit habe das Vorhaben nun das Licht der Welt erblickt. Zu den Gründen gehört auch eine gewisse bürokratische Zeitverzögerung bei Spenden für die Kameraden. Die müssen erst in einer Gemeindevertretung bestätigt werden. Durch den Verein fließe das Geld nun schneller und einfacher in entsprechende Projekte. „Es geht direkt in die Blutbahn“, so Nicolaus Andreae. Interessierte, die den Verein beschnuppern wollen, haben am 3. März um 19 Uhr bei einer Mitgliederversammlung im Gemeindehaus die Möglichkeit dazu.

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