Neues Gemälde im Museum

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Ein echter Gahlbeck kehrt nach Malchow zurück

Jürgen Ostwald übereichte das Gemälde, das von René Putzer, Kathleen Stutz sowie von Daniela Lemke (v. l.) in die Ausstellung integriert wurde.
Jürgen Ostwald übereichte das Gemälde, das von René Putzer, Kathleen Stutz sowie von Daniela Lemke (v. l.) in die Ausstellung integriert wurde.
Petra Konermann

Eine Szene im Abendlicht zeigt das Bild „Malchower Brücke“ des Malers Rudolf Gahlbeck. Gesehen haben das bislang nur wenige – das ändert sich nun.

Das Bild mit dem Titel „Malchower Brücke“ des aus Malchow stammenden Künstlers Rudolf Gahlbeck wurde jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Es befand sich bis vor kurzem in Privatbesitz und wurde von der Fielmann-Stiftung angekauft. In deren Auftrag wurde das Bild restauriert und nun dem Museum auf dem Malchower Kloster als Schenkung überreicht.

Museumsleiterin Daniela Lemke ist überglücklich: „Seit zehn Jahren verkaufen wir Postkarten von dem Gemälde. Jetzt können wir es den Besuchern zeigen, das ist wunderbar.“ Sie hatte in einem Auktionskatalog entdeckt, dass das Gemälde aus dem Nachlass des Autors Werner Stockfisch versteigert werden sollte. Stockfisch hatte einst eine Monografie über Gahlbeck verfasst und war bis zu seinem Tod Besitzer des Gemäldes „Malchower Brücke“. Daniela Lemke bat die Fielmann-Stiftung um Hilfe, die dem Museum mit dem Ankauf zur Seite sprang.

Weitere hochkarätige Künstler könnten folgen

Das Bild aus dem Jahr 1940 zeigt eine Szene nahe der Drehbrücke. Es ergänzt nun die Sammlung der Gahlbeck-Gemälde, die in dem Kunstmuseum bereits gezeigt wird. Die Stadt Malchow ist Inhaberin des Nachlasses von Gahlbeck, der der Inselstadt Zeit seines Lebens verbunden blieb. Gahlbeck, der als einer der bekanntesten Maler Norddeutschlands gilt, lebte, malte und lehrte in Schwerin, starb dort auch, beigesetzt wurde er aber in Malchow.

Bereits im Januar hatte Jürgen Ostwald, Vertreter der Fielmann-Stiftung, dem Museum auf dem Kloster sechs Gemälde überreicht, die im Auftrag der Stiftung restauriert worden waren. Das Engagement der Stiftung für das Museum sieht Ostwald noch ganz am Anfang: „Ich kann mir vorstellen, dass hier noch mehr hochkarätige Künstler präsentiert werden, die nicht nur aus Malchow, sondern auch aus der Umgebung stammen.“