Vollsperrung
Drehbrücke in Malchow ist wieder frei

Deutlich zuerkennen: Die Drehbrücke hat sich nicht richtig auf das Widerlager abgesenkt.
Deutlich zuerkennen: Die Drehbrücke hat sich nicht richtig auf das Widerlager abgesenkt.
Petra Konermann

Seit Sonntag 16 Uhr ging nichts mehr an der Malchower Drehbrücke. Das Nadelöhr war gesperrt. Nun kann der Verkehr wieder fließen.

Die Malchower Drehbrücke ist repariert. Das erklärte Malchows Bürgermeister René Putzar (parteilos) am Vormittag gegen 11 Uhr auf Nordkurier-Nachfrage.

Am Sonntag kurz nach 16 Uhr ging an der Drehbrücke nichts mehr: Sie hatte sich zunächst normal öffnen lassen, um den Schiffsverkehr auf der Müritz-Elde-Wasserstraße passieren zu lassen. Doch beim Zurückdrehen ist offenbar an der Elektronik etwas kaputt gegangen, so dass die Brücke nicht wieder ganz geschlossen werden konnte und nicht richtig auf den Widerlagern aufliegt.

Verkehrschaos hält sich in Grenzen

Laut Bürgermeister René Putzar hielt sich das Verkehrschaos auf der Insel in Grenzen. „Wir haben mittlerweile rechtzeitig Infotafeln aufgestellt, dass die Ortsdurchfahrt gesperrt ist. Auch die Informationen in den Medien haben geholfen, dass sich Autofahrer auf die Sperrung eingestellt haben. Zwar müssen die sich Ausweichstrecken über Jabel oder über die Autobahn suchen, aber das klappt bislang wohl ganz gut”, sagte Putzar am Morgen. Komplett gesperrt war auch die Binnenwasserstraße. Große Schiffe wie Hausboote oder auch die „Ausflugsdampfer” konnten den Brückenbereich nicht passieren. Fußgänger und Radfahrer aber konnten die Brücke benutzen.

Im Sommer 2016 schon mal ein Defekt

Die rund 6,2 Millionen Euro teure Malchower Drehbrücke – der einzige Neubau einer Brücke mit Drehmechanismus seit fast 30 Jahren in Deutschland und die Sehenswürdigkeit in der Inselstadt – war 2013 eingeweiht worden. Im Sommer 2016 hatte ein Defekt schon einmal die Drehbrücke lahmgelegt. Damals hatte sich das Bauwerk aufgrund der großen Hitze verklemmt. Eine sogenannte Toleranzfuge war seinerzeit beim Bau zu gering bemessen gewesen und musste nachgearbeitet werden. „Daran liegt es dieses Mal nicht, das wurde gleich am Sonntag überprüft”, so Bürgermeister Putzar.