HOTSPOT

Bald Gratis-Internet in Penzlins Hexenmuseum?

Viel Geld bekommt Penzlin, um einen städtischen W-Lan-Hotspot zu installieren. Drei Standorte wurden diskutiert – gegen zwei sprachen triftige Gründe.
Tor auf für kostenfreies Internet. Der Hotspot soll ich auf der Alten Burg befinden. Allerdings sollen Nutzer auch noch i
Tor auf für kostenfreies Internet. Der Hotspot soll ich auf der Alten Burg befinden. Allerdings sollen Nutzer auch noch in 50 Metern Entfernung vom städtischen Internet profitieren können. Bernd Wüstneck
Penzlin.

Penzlin soll einen kostenfreien Internetzugang bekommen, einen sogenannten W-Lan-Hotspot. Wo genau der zu finden sein wird, darüber muss die Penzliner Stadtvertretung abstimmen. Es gibt aber schon jetzt einen Favoriten, der durchaus plausibel ist: die Alte Burg, wo das Museum für Hexenverfolgung und Alltagsmagie zu finden ist.

Dass der Vorschlag in jedem Fall plausibel ist, begründet Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (WPL) unter anderem mit der zentralen Lage der Alten Burg und der touristischen Attraktivität. Denn vorrangig sollen mit dem W-Lan Touristen angesprochen werden. Vor diesem Hintergrund scheint es eine kluge Wahl, den Hotspot am größten Anziehungspunkt der Stadt zu installieren. „Immerhin zieht die Alte Burg in der Regel jährlich bis zu 20.000 Besucher an. Hier finden übers Jahr auch die meisten Veranstaltungen statt“, argumentiert Flechner für diesen Standort als optimalste Wahl. Zusätzlich zum „normalen“ Besucherstrom kämen noch einmal gute 6000 Besucher zum Mittelalterspektakel im August oben drauf.

Hotspot soll Strahlkraft von 50 Metern haben

Stimmen die Penzliner Stadträte für diesen Standort, dessen Kosten vollständig gefördert werden, könnte der laut Flechner vielleicht schon in einem halben Jahr eingerichtet sein. Die Förderung in Höhe von 15.000 Euro wird für diesen einen Standort aber wohl ausgeschöpft werden. Weitere W-Lan-Hotspots innerhalb der Stadt seien – auch angesichts des eng geschnallten Gürtels zugunsten eines ausgeglichenen Haushaltes – in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Neben der Alten Burg standen mit der Schule und dem im März neu eröffneten Literaturmuseum um den Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß noch zwei weitere potenzielle Standorte zur Verfügung. Das Begehren nach W-Lan auf dem Schulgelände könnte sich aber durch Gelder aus dem Digitalpakt auflösen. Und das Voß-Haus kann (noch) nicht mit der Besucherzahl des Hexenmuseums konkurrieren. Und vielleicht, lächelt Flechner, könnten sogar die Nutzer des Veranstaltungszentrums in der Neuen Burg etwas vom Stadt-W-Lan auf dem Burggelände haben. „Denn der Hotspot soll eine Strahlkraft von 50 Metern haben“, erklärt der Penzliner Bürgermeister. Grundsätzlich aber gelte: Städtisches W-Lan sei für Gäste der Stadt, Breitband für die einheimische Bevölkerung.

Abgesehen von dem Standort erwägt die Stadt außerdem, den Hotspot dazu zu nutzen, um die Besucher auf Apps und weitere touristische Höhepunkte – wie zum Beispiel auch das Voß-Haus – aufmerksam zu machen.

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