34 JAHRE ALTE BÄRIN GESTORBEN

Bärenwald-Mitarbeiter trauern um „Oma” Katja

Bei ihren Tierpflegern im Bärenwald Müritz war Katja für ihre gemütliche Art bekannt. Doch nun war ein Punkt erreicht, an dem sie ihr nicht mehr helfen konnten.
Das Bärenwald-Team trauert um die Bärin Katja, die seit 2009 in Stuer ein artgerechteres Zuhause hatte.
Das Bärenwald-Team trauert um die Bärin Katja, die seit 2009 in Stuer ein artgerechteres Zuhause hatte. Nordkurier-Archiv
Stuer.

Das Team des Bärenwald-Müritz ist in tiefer Trauer: Am Montag mussten sich die Mitarbeiter von der Bärin Katja verabschieden. Wie es auf der Facebook-Seite des Bärenwaldes heißt, hatte die Bärendame seit Längerem Gelenkprobleme. Die seien so gut es ging medikamentös behandelt worden. Aufgrund von Stoffwechselproblemen und schrittweise einsetzenden Alterserscheinungen habe Katja außerdem Nahrungsergänzungsmittel für ihre Haut und ihr Fell bekommen.

Doch diesen Winter hatte sich ihr Zustand stark verschlechtert, ist in der Mitteilung weiter zu lesen. Die Gelenkprobleme hatten weiter zugenommen und trotz der Medikamente zeigte sich keine Besserung. Schweren Herzens habe das Bärenwald-Team daher die Entscheidung getroffen, ihre liebevolle Bären-Omi gehen zu lassen.

Bärin liebte Hühnchen und Eier

Das Team hat schöne Erinnerungen an die Bärendame. Katja habe sich mit ihrer ruhigen und gemütlichen Art in jedes Herz geschlichen und es geliebt, die Futterverstecke der Tierpfleger zu suchen. Am besten schmeckten ihr Hühnchen und Eier.

Die Bärendame hat in ihren 34 Lebensjahren einige schlechte Erfahrungen durchmachen müssen. 1995 wurde sie aus miserablen Haltungsbedingungen aus einem Zirkus befreit und kam in den Tierpark Kalletal. Doch auch dort stand ihr nur ein kleines Gehege zur Verfügung. Als der Tierpark verkauft werden sollte, konnte Katja nach kurzen Verhandlungen im Juni 2009 in das Bärenschutzzentrum ziehen. Auch Bärin Ida, die ebenfalls im Tierpark Kalletal lebte, wurde in den Bärenwald gebracht. Zusammen mit ihr und den Bärenbrüdern Ben und Felix teilte sich Katja ein großes Gehege mit Wald, Wiesen und Teichen.

Besonderes Verhältnis zu Tierpflegerinnen

Hier durchforstete sie oft den Wald, ging liebend gerne baden und suchte sich gemütliche Plätze im Gras. Zu den Tierpflegerinnen habe sie ein ganz besonderes Verhältnis gehabt, heißt es in der Mitteilung. „Wir sind froh, dass wir Dir einige schöne Jahre in unserem Bärenschutzzentrum bescheren konnten und werden dich nicht vergessen, liebe Katja”, schrieb das Bärenwald-Team.

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