Petersdorfer Brücke
A 19 bei Malchow heute Nacht gesperrt

Das Nadelöhr auf der Autobahn A19 Berlin-Rostock wird mindestens bis 2018 bestehen bleiben.
Das Nadelöhr auf der Autobahn A19 Berlin-Rostock wird mindestens bis 2018 bestehen bleiben.
Bernd Wüstneck

Wegen Betonierungsarbeiten wird die Autobahn bei Malchow in dieser Woche mehrfach gesperrt. Heute um 19 Uhr geht es los. Umleitungen sind ausgeschildert.

Wegen Erneuerung der Petersdorfer Brücken wird die Autobahn 19 bei Malchow in der Nacht von Montag zu Dienstag und auch in der Nacht zu Freitag voll gesperrt. Für Betonierarbeiten seien in diesen Nächten zwischen 19 und 5 Uhr Sperrungen sowohl in Richtung Rostock als auch in Richtung Berlin nötig, sagte ein Sprecher der Berliner Fernstraßenbaugesellschaft Deges. Hinzu komme am Dienstag, dem 17. April von 10 bis 14 Uhr zwischen den Anschlussstellen Malchow und Waren eine Sperrung in Fahrtrichtung Berlin. Es werden Umleitungen ausgeschildert.

Die A 19 gilt als wichtigste Verkehrsroute zwischen Berlin und der Ostsee. Die Petersdorfer Brückenbaustelle bildet seit zwei Jahren ein Nadelöhr, das immer wieder zu langen Staus führt. Nach bisheriger Planung soll die erste Brücke bis zum Start der touristischen Sommersaison 2018 fertig sein, erklärte der Sprecher. Dann sollen wieder vier statt bisher nur zwei Spuren für den Verkehr von Berlin zur Ostsee zur Verfügung stehen.

Danach soll die alte östliche Nachbarbrücke abgerissen und neu gebaut werden. Die Baukosten für die Anschlussstelle Waren mit Brückenneubauten wurden bisher mit rund 43 Millionen Euro angegeben.

Unterdessen hat Malchows Bürgermeister René Putzar (parteilos) mehr Kontrollen auf der Umleitungsstrecke in der Inselstadt gefordert. „Es hält sich keiner an die Regeln. Wir haben eine Tonnagebegrenzung für Lkw, wir haben eine Geschwindigkeitsbegrenzung – das wird alles ignoriert”, sagte Putzar am Montag. Die Anwohner seien extrem geplagt durch den Lärm.

In Malchow gebe es keine fest installierte Blitzeranlage. Es werde mit Smileys gearbeitet, die darauf hinweisen, wenn ein Autofahrer zu schnell unterwegs ist. Das Problem sei, dass die Navigationsgeräte die schnellste Umleitungsstrecke auswiesen und die führe über die Innenstadt von Malchow, erklärte Putzar.