Nach der Strand-Sanierung

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Was da im Wasser auftaucht, erinnert an gestrandete Wale

Das sah vor der Strandsanierung aber besser aus. In Salem müssen Badegäste in dieser Saison wohl mit diesem Anblick leben. 
Das sah vor der Strandsanierung aber besser aus. In Salem müssen Badegäste in dieser Saison wohl mit diesem Anblick leben.
Torsten Bengelsdorf

Für viel Spaß und Geld war der Strand in Salem saniert worden. Doch nun bläht sich da im Wasser etwas auf, was die Bade-Laune wohl ordentlich trübt.

„Anfangs hatte ich den Eindruck, dass hier Wale gestrandet seien, so sah das hier aus“, meinte ein Malchiner, der am Wochenende am Salemer Strand spazieren war. An mehreren Stellen hat sich das Geovlies, das im Vorjahr bei der Strandsanierung verlegt und mit Sand aufgefüllt worden war, aus dem Sand hervorgearbeitet und ist auf einmal aufgetaucht.

Die aufgeblähten Wasser-Teppich-Teile könnte man mit etwas Fantasie tatsächlich für auftauchende Meeres-Säuger halten. Wer die Bauweise der Badestelle nicht kennt, dem erschließt sich auch kaum, was da nun aus dem Wasser ragt. Größere Teile des Boden-Belages sind mittlerweile auch im Strandbereich freigelegt. Besonders einladend sieht das nicht aus. Ständige Blubber-Geräusche deuten daraufhin, dass der Aufstieg des Vlieses wohl noch nicht beendet und da noch einiges zu erwarten ist. Badegäste bevorzugen mittlerweile den von der Steinmole geschützten Bereich, dort hält der Sand das Vlies noch unter Wasser.

Die Stürme sind wohl schuld

Im Rathaus, wo man gehofft hatte, dass der Salemer Strand nach der Sanierung für 50.000 Euro wieder zu den Top-Badestellen in der Region aufsteigt, hat man für das Dilemma auch bereits eine Erklärung. „Bei den Frühjahrsstürmen und den Wasserbewegungen ist der Sand offenbar von dem Vlies abgetragen worden“, meinte Rathaus-Sprecher Thomas Koch am Mittwoch. Dem Baubetrieb und auch dem Planer könne man keinen Vorwurf machen, steht für Bürgermeister Axel Müller (CDU) fest. „Die haben das so gebaut, wie es planmäßig vorgesehen war“, sagt er. Und er räumt ein: „Vielleicht hätte man sich die Sache vorher besser durchdenken müssen.“

Wie die Badesaison in Salem nun noch gerettet werden kann, ist noch ziemlich verschwommen. Einfach neuen Sand raufkippen, wird wohl kaum reichen. Im Herbst müsse die gesamte Badematte wohl noch einmal herausgezogen, neu verlegt und mit Kies abgedeckt werden, meint Müller.