Tot am Straßenrand

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Walkendorfer erschlägt Waschbären mit Holzlatte

Eben noch gefüttert, liegt der Waschbär kurz darauf erschlagen am Wegesrand.
Eben noch gefüttert, liegt der Waschbär kurz darauf erschlagen am Wegesrand.
privat

Entsetzt musste eine junge Frau in einem Dorf bei Gnoien mit ansehen, wie ein Einwohner vor ihren Augen ausrastete, als er einen Waschbären am Wegesrand entdeckte.

Angie W. aus Tessin ist tief aufgewühlt. Ihre Stimme am Telefon vibriert, als sie dem Nordkurier schildert, was ihr am Mittwoch in Walkendorf widerfahren ist. Sie war mit ihrem Vater dort, um den Bruder aus der Schule abzuholen. Am Wegesrand bemerkten die beiden einen Waschbären. Er war zutraulich, wie sie wussten. Denn bereits am Morgen hatten sie ihn dort angetroffen und ihm einen Keks zugeworfen. Jetzt erhielt er erneut ein Leckerli.

In diesem Moment erschien ein Mann. Er erblickte das Tier, das ganz friedlich auf dem Hof saß. „Was ist denn das für ein Vieh, fragte er und verschwand im Carport. Mit einer Holzlatte kehrte er zurück und erschlug den Waschbär vor unseren Augen”, berichtet die Zeugin.

Sie wandte sich umgehend an den Tierschutzverein Teterow. Deren Vorsitzende, Margarete Zwerg, zeigte sich entsetzt. „Das ist völlig unmenschlich und nicht akzeptabel.“ Waschbären seien Wildtiere, die aber schnell zutraulich werden und somit zur Plage werden können. Um sich ihrer zu erwehren, sollte man einen kompetenten Partner, beispielsweise einen Jäger zu Rate ziehen, macht sie deutlich. Ein Tier einfach tot zu schlagen, gehe gar nicht.

Kommentare (3)

... Hinweis auf Tierschutzgesetz $17, Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren wegen Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund.

... statt Dollarzeichen § nimmt, stimmts :)

"....und erschlug den Waschbären" wäre richtiges Deutsch. 2. Waschbären sind eine invasive Tierart und gehören hier in unsere Gegend nicht hin. Bekanntlich richten sie viel Schaden an und werden bekämpft. Das darf man aber als Bürger allein nicht tun, da hat die junge Frau Recht. 3. Wildtiere dürfen nicht gefüttert werden, jedenfallos nicht von Hinz und Kunz. Ausnahmen sind wohl nur Vögel am Futterhäuschen.