ANLAGE ZUR KLÄRSCHLAMMVERBRENNUNG

Unterlagen für Bauprojekt jetzt online einsehbar

Den Antrag für eine Anlage zur Klärschlammverbrennung in Stavenhagen hatte das Unternehmen EEW schon eingereicht. Nun liegen die Anträge und die Umweltprüfung online aus. Es wäre in MV die erste Anlage dieser Art.
Auf der Fläche zwischen dem Heizkraftwerk und der Bahnlinie sollen die Anlagen entstehen.
Auf der Fläche zwischen dem Heizkraftwerk und der Bahnlinie sollen die Anlagen entstehen. Energy from Waste
Stavenhagen.

Die Betreiber des Stavenhagener EEW-Heizkraftwerks (Energy from Waste) arbeiten weiterhin an zwei neuen Projekten in der Schultetusstraße. Noch immer sollen dort eine Klärschlammtrocknungs- und eine Klärschlammverbrennungsanlage entstehen, erläuterte Pressesprecher Ronald Philipp. Damit sollen die Schlämme aus mehreren Kläranlagen des Landes und darüber hinaus getrocknet und dann verbrannt werden. Ziel ist eine Phosphorrückgewinnung, die in einigen Jahren zur Pflicht wird.

Einspruch bis 26. Juni möglich

Der Genehmigungsantrag ist bereits im Oktober vergangenen Jahres beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in Neubrandenburg eingereicht worden. Nun kann der Antrag ab sofort bis zum 26. Mai öffentlich eingesehen werden. Zugleich sind auch die Umweltverträglichkeitsprüfung, Gutachten zu Schall und Luftschadstoffen, eine Geruchsprognose und Stellungnahmen von Fachbehörden enthalten.

Wegen der Corona-Beschränkungen wird die Auslegung aber nur im Internet und nur auf besonderen Wunsch auch in der Behörde oder bei der Stadt Stavenhagen stattfinden, teilte das StALU mit. Die Unterlagen lassen sich unter www.stalu-mv.de/ms/Service einsehen. Die Umweltverträglichkeitsprüfung und weitere Berichte seien beim zentralen Internetportal des Landes veröffentlicht. Persönliche Besichtigungstermine könnten unter 0395 38069530 oder beim Amt Stavenhagen unter 039954 283601 oder 283609 vereinbart werden. Bis zum 26. Juni sind Einsprüche möglich. Der öffentliche Erörterungstermin dazu findet dann am 1. Oktober ab 19 Uhr im Stavenhagener Schloss statt.

Erste Anlage dieser Art in MV

Wenn die Anlage genehmigt werden sollte, wäre es die erste im Land MV. Die Anlage ist für die Trocknung und anschließende Verbrennung von circa 160.000 Tonnen Klärschlamm ausgelegt. Sie soll im Jahr 2022 direkt neben dem bestehenden Werk in Betrieb genommen werden. 12 Mitarbeiter würden dort einen Arbeitsplatz finden. Geplant ist eine Bausumme von etwa 45.000 Euro. Die Anlage läge vor der Tür des Wasserzweckverbands Malchin-Stavenhagen, der sich aber für eine Mitgliedschaft in der Klärschlammkooperation in Rostock entschieden hat. Diese Anlage würde erst später gebaut werden.

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