STRAßENBAU

Staubiger Landweg wird zur kleinen Malchin-Umgehung

Seit vielen Jahren wird über einen Ausbau der Verbindung zwischen Wendischhagen und Basedow diskutiert. Nun steht die Finanzierung.
Auch an der beschädigten Holzbrücke über den Dahmer Kanal scheiterte bisher der Ausbau des Verbindungsweges zwi
Auch an der beschädigten Holzbrücke über den Dahmer Kanal scheiterte bisher der Ausbau des Verbindungsweges zwischen Wendischhagen und Basedow-Höhe. Nun ist genug Geld für einen Neubau da. Torsten Bengelsdorf
Wendischhagen.

Ein Vergnügen ist es bis heute nicht, diesen Holperweg entlangzufahren. Die Verbindung zwischen Wendischhagen und Basedow-Höhe war bereits vor gut 25 Jahren ausgebaut, aber nie richtig befestigt worden. Und so kennen auch nur die Einheimischen den Landweg, der immerhin die Bundesstraße 104 mit der Landesstraße 20 verbindet, ohne dass die Pkw und Lkw durch die Stadt Malchin fahren müssen.

Nun macht die Landesregierung in Schwerin aber eine Menge Geld locker, um ausgerechnet diesen abgelegenen staubigen Weg mit seinen vielen Schlaglöchern zu einer richtigen Straße auszubauen. Hier soll Asphalt rauf. Und nicht nur das. Auch die in den 1990er Jahren errichtete Holzbohlen-Brücke über den Dahmer Kanal soll durch eine tragfähigere Konstruktion ersetzt werden. Die ausgebaute Verbindungsstraße hätte damit sogar das Zeug zu einer kleinen Umgehungsvariante für Malchin.

150.000 Euro Fördermittel genehmigt

Das Innenministerium hat der Gemeinde Basedow gerade 150.000 Euro Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm des Landes für den Straßenbau genehmigt. Dieses Geld kann die Gemeinde jetzt als Eigenanteil einsetzen, der für die Hauptförderung vom Landwirtschaftsministerium in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro nötig ist. Der Restbetrag, den die Gemeinde aufbringen muss, sei damit deutlich geringer, heißt es aus dem Innenministerium, wo man sich überzeugt zeigt, dass der Ausbau des Weges zwischen Basedow-Höhe und Wendischhagen aufgrund des schlechten Zustandes dringend erforderlich ist.

„Es handelt sich um einen bedeutsamen Gemeindeverbindungs- und Erschließungsweg für Anwohner und landwirtschaftliche Fahrzeuge, zudem wird er häufig von Radfahrern und Touristen genutzt“, erklärte das Innenministerium. Deshalb soll der Weg nun nicht nur befestigt, sondern auch verbreitert werden. Auch Busse sollen hier künftig entlangfahren, vor allem für den Schülerverkehr drängt die Verkehrsgesellschaft MVVG schon lange auf eine bessere Anbindung von Wendischhagen. So wird denn für die Schüler des Malchiner Ortsteiles auch gleich noch eine Bushaltestelle errichtet.

Planungen für den Ausbau der Straße liegen seit Jahren vor, sie sollen in diesem Jahr nun vollendet werden, sodass im kommenden Jahr die Straße und die Brücke gebaut werden können. Auch die Stadt Malchin beteiligt sich, da ein Teil des Weges auf ihrem Territorium liegt.

Erheblich mehr Verkehr im Dorf

In Wendischhagen verfolgt man diese Pläne allerdings mit Skepsis. Die neue Verbindung zwischen L 20 und B 104 dürfte dem lang gezogenen Dorf nämlich erheblich mehr Verkehr bescheren – auf einer Dorfstraße, die weder ein Geh- noch ein Radweg säumt. Schon jetzt stöhnen einige Einwohner über viele Autos, die einfach zu schnell durch den Malchiner Ortsteil brausen. Weil sich viele nicht an das Tempolimit von 30 km/h halten, hatten Anwohner erst vor einigen Wochen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung verlangt.

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