STREIT UM GERÄTENUTZUNG

Stadt legt das Malchiner „Tobeland“ auf Eis

Ein Bewegungsangebot für Kinder gibt es beim FSV 1919 Malchin seit vielen Jahren im Winter. Die Zachow-Halle ist zu den Terminen fast immer voll. Doch nun hat die Stadt einen Riegel vorgeschoben.
Seit vielen Jahren gibt es das Tobeland des FSV 1919 Malchin, doch jetzt sind alle Termine vorerst abgesagt. Der Verein darf b
Seit vielen Jahren gibt es das Tobeland des FSV 1919 Malchin, doch jetzt sind alle Termine vorerst abgesagt. Der Verein darf bis auf Weiteres nicht mehr die Geräte in der städtischen Halle nutzen. NK-Archiv
Malchin.

Eigentlich sollten am Wochenende in der Zachow-Turnhalle Kinder wieder ausgelassen toben und beim Sport Spaß haben. Gerade in Zeiten von Smartphone, Tablet und Computerspielen ist Bewegung für den Nachwuchs besonders wichtig. Doch für das Tobeland des FSV 1919 Malchin sind alle Termine abgesagt. Eltern befürchten das Aus des beliebten Treffs und sind verärgert.

Die Stadt soll verboten haben, dass der FSV die Geräte in der Halle weiter nutzt. „Ohne die Sachen kann kein Tobeland stattfinden“, erklärte Vereinsvorsitzender Karsten Libnow. Der Verein müsse das Angebot vorerst einstellen, solange die Situation so bleibt. Was ihn am meisten ärgert, ist, dass er von der Stadt einfach nur eine Mail erhalten habe, dass sie nicht mehr mit den Geräten arbeiten dürfen. „Man hätte auch vorher ein Gespräch suchen können“, fand er.

Enttäuschte Eltern

Das Tobeland würden sie ehrenamtlich anbieten, kein Geld dafür nehmen. Eltern würden sich engagieren und die Spielflächen aufbauen. 20 bis 30 Kinder zwischen 3 und 14 Jahren kommen jedes Mal gern zum Toben. Plus Eltern und Großeltern sei die Halle fast immer voll. „Das soll ja speziell ein Angebot für den Winter sein“, so Libnow. „Wir müssen es ja nicht machen.“ Jetzt werde es blockiert, weil angeblich dabei Sachen kaputt gegangen sein sollen. Dass ihnen diese Steine in den Weg gelegt werden, mache traurig. „Jetzt hat die Entscheidung der Bürgermeister darüber.“ Der will noch vor Weihnachten das Gespräch mit dem FSV-Chef suchen, kündigte Axel Müller an. Keineswegs wolle man das Tobeland sterben lassen. „Wir sind ja froh, dass der Verein das macht.“

Aber das sprichwörtliche Fass war zum Überlaufen gebracht worden. Wie manchmal die Halle verlassen worden sei, darüber ärgere man sich. In der jüngsten Vergangenheit sei es des Öfteren vorgekommen, dass Sportgeräte nach dem Tobeland-Termin beschädigt waren, wie zuletzt ein Schwebebalken, der gerade neu bezogen gewesen sei. Aufgefallen war das am nächsten Morgen. Das sei eigentlich nicht schlimm und könne passieren, aber man hätte Bescheid sagen können, damit man davon wisse und es reparieren könne. So sei es kein guter Stil.

Schlussstrich noch nicht endgültig

Mit dem Verein sei schon mal gesprochen worden. Wo das normale Reden nichts bringe, da müsse man irgendwann einen Schlussstrich ziehen. „Dieser Punkt war jetzt erreicht“, sagte Müller. Die Stadt habe immer das Tobeland unterstützt. Es sei viel Wind in den sozialen Netzwerken gemacht worden, der nicht hätte sein müssen.

Aus dem erneut geplanten Gespräch müsse jetzt klargestellt werden, was die Stadt von dem Verein erwarte und was der Verein von der Stadt. Eine Lösung zu finden, sei im Interesse beider, die das Gleiche wollen: das Tobeland zu erhalten.

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