ERINNERUNG

Späte Ehrung für letzten jüdischen Bürger Stavenhagens

Max Michael Nathan war ein bekannter jüdischer Bürger von Stavenhagen. Bei seinem Tod in Hamburg wurde ihm aber kein Grabstein gesetzt.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Der Grabstein für Max Michael Nathan wurde von der Hamburger Steinmetzfirma Herzog und Söhne angefertigt.
Der Grabstein für Max Michael Nathan wurde von der Hamburger Steinmetzfirma Herzog und Söhne angefertigt. Gabriele von Malottki
Stavenhagen.

Der letzte Stavenhagener Jude wird nun endlich einen Grabstein auf seine Grabstelle in Hamburg bekommen. Dafür hatte der Verein „Alte Synagoge Stavenhagen“ 4000 Euro gesammelt und einen Stein für Max Michael Nathan anfertigen lassen. Der Grabstein wurde von der Hamburger Steinmetzfirma Herzog und Söhne angefertigt, informierte der Vereinschef Klaus Salewski.

Max Michael Nathan war ein anerkannter Bürger von Stavenhagen. Er betrieb ein Textilgeschäft am Markt, war Vorsteher der jüdischen Gemeinde und 25 Jahre lang Vorsitzender des Handelsvereins. 1942 war er wegen seinen hohen Alters nicht deportiert worden. Er blieb allein in Stavenhagen zurück, verkaufte sein Haus, zog nach Hamburg. Dort kam er in einem Judenhaus unter, wurde in einer Sammelstelle für eine Deportation untergebracht. Er verstarb 1943 im Alter von 82 Jahren im israelitischen Krankenhaus in Hamburg.

Gabriele von Malottki vom Synagogenverein fand dann heraus, wo Max Nathan auf dem jüdischen Friedhof in Hamburg Ohlsdorf begraben wurde. Weil ihm kein Grabstein gesetzt worden war, werden die Vereinsmitglieder das am Dienstag, dem 12. November, nachholen. Mit dem Stein soll die Erinnerung an Max Nathan wachgehalten und sein Name nicht vergessen werden, so Salewski.

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