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Alarmierungs-Panne am Kummerower See

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Rettungstelle setzt bei See-Notfall veralteten Alarmplan ein

Das Rettungsboot der Neukalener Feuerwehr blieb bei dem Unglück auf dem Kummerower See im Hafen.
Das Rettungsboot der Neukalener Feuerwehr blieb bei dem Unglück auf dem Kummerower See im Hafen.

Eigentlich müsste bei Schiffbrüchigen auf dem Kummerower See das Rettungsboot aus Neukalen zu Hilfe kommen. Doch es wurde gar nicht alarmiert.

Bei einer Rettungsaktion auf dem Kummerower See hat die Leitstelle des Seenplatten-Landkreises mit veralteten Alarmierungsplänen gearbeitet. Das räumte die Kreisverwaltung jetzt auf Nordkurier-Anfrage ein. Am vergangenen Wochenende war das Ruderboot eines 44-jährigen Mannes, der mit seinen 11 und 16 Jahren alten Söhnen auf dem See unterwegs war, in der Nähe von Verchen gekentert. Die alarmierten Feuerwehren vom Ostufer des Kummerower Sees mussten für die Rettung erst einen privaten Bootsbesitzer verpflichten. Das eigentlich für Notfälle auf dem Kummerower See gedachte Rettungsboot der Neukalener Feuerwehr war dagegen nicht angefordert worden.

Es habe sich herausgestellt, dass die Alarm- und Ausrückordnung für den Kummerower See nicht aktualisiert worden sei, erklärte am Mittwoch eine Sprecherin der Kreisverwaltung die Alarmierungspanne. Der Landkreis sei dafür auf die Zuarbeiten der Gemeinden und Ämter angewiesen. Allerdings hatte der Landkreis selbst den Neukalenern das Boot zur Verfügung gestellt. Und Landrat Heiko Kärger (CDU) war vor einem Jahr höchstpersönlich zur Einweihung des neuen Rettungsmittels in den Neukalener Hafen gekommen.