UNGEWISSE ZUKUNFT

Pachtvertrag für Teterower Kulturhaus ist verlängert

Die Corona-Krise durchkreuzte zwar den Veranstaltungsplan, aber mit der Stadt laufen Gespräche über die Zukunft des Hauses, für die Zeit gewonnen werden soll.
Auf Dauer sind die Türen des Kulturhauses nicht dicht. Der Pachtvertrag wurde nach der Kündigung Ende vergangenen Ja
Auf Dauer sind die Türen des Kulturhauses nicht dicht. Der Pachtvertrag wurde nach der Kündigung Ende vergangenen Jahres gerade noch einmal verlängert. Simone Pagenkopf
Pächter Matthias Hantel und Eigentümer Winfried Gerhardt.
Pächter Matthias Hantel und Eigentümer Winfried Gerhardt. Simone Pagenkopf
Teterow.

Der 30. Juni ist vom Tisch. Da sollte der Pachtvertrag für das Kulturhaus in Teterow eigentlich enden. Matthias Hantel, Geschäftsführer des Milchhofs Alt Sührkow als Pächter hatte Ende letzten Jahres gekündigt. Doch jetzt verlängerte er mit Eigentümer Winfried Gerhardt den Vertrag erst einmal bis Jahresende. Obwohl auch noch die Corona-Krise dem Kulturhaus zusetzt, das Haus geschlossen und Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Aber: „Es gibt Gespräche mit der Stadt, wie die Zukunft des Kulturhauses aussehen kann und was stadtseitig möglich ist“, begründet Matthias Hantel die Entscheidung. Und die bräuchten Zeit. „Noch ist alles offen“, sagt er. „Vielleicht gibt es ja noch Ideen für ein Gesamtkonzept. Das Gebäude hat noch ein Obergeschoss, das nicht ausgebaut ist. Ich habe da noch Hoffnung.“

Aktuell sind die Mitarbeiter in Kurzarbeit. Für den Restaurant-Bereich wurde Soforthilfe beantragt, um die Pacht zu decken. „Jetzt müssen wir sehen, was das nächste Vierteljahr bringt und ob und was dann an Veranstaltungen möglich ist“, so Matthias Hantel. Einige Termine stehen ja. Zum Tag der Deutschen Einheit könnte es wieder eine DDR-Party geben. Das im April ausgefallene Konzert der Neuen Philharmonie in der Reihe „Stadt. Land. Klassik!“ kann am 12. Oktober nachgeholt werden, ebenso das Kinder-Konzert. Am 17. Oktober soll die Jugendweihe im Kulturhaus gefeiert werden. Eine Halloween-Party für Familien ist vorgesehen. An die Weihnachtsfeier für Senioren ist gedacht. Anfragen gibt es für Weihnachtstanz und Silvester.

Kultur braucht auch Geld von der Stadt

„Kultur gehört nun mal zu einer lebenswerten Stadt“, meint Matthias Hantel. Wenn in Corona-Zeiten auch noch keiner sagen könne, wie es weiter geht, hätten bisherige Veranstaltungen gezeigt, dass der Bedarf in Teterow da ist. Und dafür sei das Kulturhaus auch da. „Persönlich sehe ich das so, dass man es weiterführen kann. Weil ich auch das Interesse beim Bürgermeister, bei der Verwaltung und den Stadtvertretern spüre. Es geht um die Sache“, sagt Matthias Hantel. Er macht aber auch deutlich: „Kultur wird Geld kosten. Dass es ohne finanzielle Beteiligung der Stadt gehen wird, ist illusorisch. Da muss sich auch die Stadtvertretung positionieren. Es ist ja nicht nur Sache der Verwaltung.“ Und: „Man muss vernünftig planen. Natürlich wäre es schön, wenn wir eine Planstelle für Kultur haben würden …“

Unabhängig von dem, was sich künftig im Kulturhaus tun kann, gibt es noch einen Plan für draußen. Eigentümer Winfried Gerhardt will jetzt, wo die v.-Thünen-Straße fertig ist, den Parkplatz am Kulturhaus pflastern. Das sei über den Sommer vorgesehen.

 

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