Verkehrssicherheit
Ministerium lehnt B194-Querung in Jürgenstorf ab

Die Senioren des Betreuten Wohnens in Jürgenstorf haben Schwierigkeiten über die B 194 zu gelangen.
Die Senioren des Betreuten Wohnens in Jürgenstorf haben Schwierigkeiten über die B 194 zu gelangen.

Schon lange kämpfen die Bewohner einer Senioren-Einrichtung an der B 194 für einen Fußgängerüberweg. Doch nun zerschlug sich ihre letzte Hoffnung

Wenn es nach dem Verkehrsministerium in Schwerin geht, dann werden die Senioren des Betreuten Wohnens in Jürgenstorf wohl niemals wirklich sicher über die B 194 kommen. Die Bewohner des ehemaligen Landhotels, der Geschäftsführer des Oldtimer-Pflegedienstes und auch die Gemeinde hatten so sehr gehofft, dass die Bewohner eine Möglichkeit bekommen, die Bundesstraße ohne Gefahren für Leib und Leben zu überqueren. Doch nach mehreren Versuchen beim Landkreis Seenplatte und beim Straßenbauamt in den letzten beiden Jahren lehnte nun auch das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung den Antrag ab – endgültig.

Andreas Götsch ist mächtig sauer auf das Verkehrsministerium. „Das ist so lächerlich, was sie dort schreiben“, wetterte der Geschäftsführer des Pflegedienstes. Denn in Schwerin habe wieder niemand verstanden, worum es den Bewohnern, der Geschäftsführung und der Gemeinde wirklich gehe. Bei der Behörde gehe man erneut nur davon aus, dass die Senioren eine Querung genau vor dem Betreuten Wohnen wollen. „Doch das ist falsch. Ich verstehe nicht, warum das nicht in die Köpfe der Beamten hineingeht“, betonte Götsch.

Ministerium: Standort zu gefährlich

Den „Oldtimern“ sei es vollkommen egal, an welcher Stelle in Jürgenstorf ein Fußgängerüberweg eingerichtet wird. Das könne auch weiter in der Dorfmitte, vielleicht auch an der Einmündung zur Zetteminer Straße sein. Wichtig sei aber, dass angesichts des vielen Pkw- und Lkw-Verkehrs überhaupt einmal eine sichere Querung über die B 194 eingerichtet wird.

Stattdessen schreibt das Ministerium, dass ein Fußgängerüberweg an der Senioreneinrichtung zu dicht am Ortseingang liegen würde. Damit sei anzunehmen, dass dort viele Fahrzeuge noch schneller als die erlaubten 50 km/h unterwegs seien – zu gefährlich für einen Überweg. Ohnehin seien viel zu wenige Personen im Dorf unterwegs, um einen solchen Fußgängerüberweg genehmigen zu können. Das Ministerium verweist auf eine Richtlinie, nach der in jeder Stunde mindestens 50 Fußgänger über die B 194 schreiten müssten. Das sei hier nicht gegeben. Die Behörde empfiehlt stattdessen einen Antrag auf Tempo 30. Das sei an Kitas und Pflegeheimen möglich.