ZWEI TATVERDÄCHTIGE

Malchiner Bürgermeister bei Schlägerei in Waren schwer verletzt

Eine Krankschreibung Axel Müllers hatte zu Spekulationen geführt. Nun kommt heraus: Was ihm und seinem Sohn zugestoßen ist, ist ein Fall für die Kripo.
In der Güstrower Straße von Waren auf Höhe des Gymnasiums ist es passiert: Malchins Bürgermeister Axel M&
In der Güstrower Straße von Waren auf Höhe des Gymnasiums ist es passiert: Malchins Bürgermeister Axel Müller und sein Sohn wurden bei einer Auseinandersetzung mit zwei Männern schwer verletzt. Doch was ist der Hintergrund des Vorfalls? Torsten Bengelsdorf/Eckhard Kruse
Malchin.

Mitten in der Corona-Krise hat Malchin zwei Wochen lang auf seinen Bürgermeister verzichten müssen. Axel Müller (CDU) war krankgeschrieben, hatte sich allerdings nicht, wie einige Malchiner bereits unkten, einen dieser fiesen Krankheitserreger eingefangen. Erst jetzt wird bekannt, warum der 55-Jährige zwei Wochen lang nicht aus dem Haus durfte: Er und sein Sohn waren bei einer Auseinandersetzung in Müllers Heimatstadt Waren (Müritz) schwer verletzt worden.

Wobei: Vieles, was da an einem Samstagabend in der Nähe des Warener Gymnasiums passiert ist, liegt immer noch im Dunkeln. Müller selbst kann offenbar nichts Wesentliches zur Aufklärung beitragen. Er wisse nicht, was geschehen ist, seine Erinnerungen setzten erst wieder ein, als er sich mit seinem Sohn in der Notaufnahme des Warener Krankenhauses wiederfand.

Zeugen riefen die Polizei

Die Polizei-Inspektion in Neubrandenburg weiß mehr. Demnach wurden die Beamten an jenem Samstagabend Ende März gegen 22  Uhr in die Güstrower Straße von Waren gerufen. Zeugen hatten die Polizei verständigt, weil sie eine Schlägerei beobachtet hatten. Mehrere Streifenwagen seien daraufhin zum Ort des Geschehens geeilt und fanden hier zwei Männer – 55 und 25 Jahre alt – verletzt am Boden liegend: Malchins Bürgermeister und seinen Sohn.

Aufgrund einer ziemlich genauen Beschreibung konnte die Polizei zwei Personen in der Umgebung fassen, die an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein sollen und die die Beamten nun als Tatverdächtige führen. Es handele sich um zwei 40-jährige Deutsche, der eine sei in Kasachstan geboren, der andere in Kirgistan, wie es aus der Polizei-Inspektion heißt. Die beiden stehen im Verdacht, auf den Bürgermeister und seinen Sohn auch noch eingeschlagen zu haben, als diese bereits am Boden lagen. Mit fatalen Folgen: Axel Müller erlitt Kopfverletzungen, die in der Notaufnahme behandelt wurden. Sein Sohn musste sogar für mehrere Tage im Krankenhaus bleiben.

Alle Beteiligten waren stark angetrunken

Warum die Vier aneinander geraten sind, hat die Polizei bisher nicht ermitteln können. Die beiden 40-jährigen Tatverdächtigen, die nicht verletzt wurden, seien noch nicht vernommen worden und hätten die Tat damit bisher weder eingeräumt noch bestritten. Eines hat die Polizei an jenem Abend allerdings noch in ihr Einsatz-Protokoll geschrieben: Alle vier Beteiligten seien alkoholisiert gewesen – mit jeweils über ein Promille.

Er sei mit seinem Sohn bei einem Bekannten gewesen, um bei einigen Glas Bier über gemeinsame Urlaubspläne zu sprechen, erklärte Axel Müller am Wochenende gegenüber dem Nordkurier. Beide seien zusammen aufgebrochen. Auf dem Heimweg sei es dann passiert.

Dass der Vorfall etwas mit seinem Amt als Bürgermeister zu tun haben könnte, schließt Müller aus. Und auch die Polizei hat dazu keine Erkenntnisse. Die Kriminalpolizei in Waren ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

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Kommentare (14)

der eine sei in Kasachstan geboren, der andere in Kirgistan , für mich sind das keine Deutsche !!! Ich hätte in diesem Zusammenhang dieses Wort nicht benutzt.

Spätaussiedler. Also Deutsche.

Herzlich Willkommen. aus einem chinesischen Hirtenhund kann man auch keinen Deutschen Schäferhund züchten...

Ist doch scheißegal, wo die Männer herstammen. Mensch ist Mensch und bleibt Mensch. Es geht um das Verhalten dieser Männer. Genügend DEUTSCHE sind nicht besser. Also ist es egal, welche Nationalität hier eine Rolle spielen soll, solang Menschen menschlich sind!

Mich würde da mal interessieren, wie denn der Sachverhalt eigentlich unter Corona-Gesichtspunkten zu bewerten ist? Fallen nicht Besuche mit Ausnahme von engen Familienangehörigen unter das Kontaktverbot? 😜

Mich würden auch die "Urlaubspläne" interessieren.

... liegt definitiv ein Rechtsverstoß seitens des Bürgermeisters und seines Sohnes vor. § 1a Abs. 1 SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung – SARS-CoV-2-BekämpfV) Vom 3. April 2020
Sowas kommt von sowas.

wohl Ende März.

Dann erübrigt sich das Wundern.

So weit ich mich erinnere, gilt doch das Kontaktverbot seit 23.03.2020.

überhaupt nach Waren fahren.

Dem Hasen schwoll der Kamm,
Er brüllt in seinem Tran:
„Was kann der Löwe mir?
Bin ich sein Untertan?
Es könnte schließlich sein, dass ich ihn selbst verschlinge.
Den Löwen her, ich ford’re ihn vor die Klinge!
Ihr werdet sehn wie ich den Schelm vertreibe,
Die sieben Häute, Stück für Stück,
zieh ich ihm ab von seinem Leibe
Und schicke ihn dann nackt
Nach Afrika zurück!“

Sorry, ich bin schon etwas älter.

Sergei Michalkow

Nur falls das jemand für neu gedichtet hält !

... Gedicht o.ä hat insgesamt 9 Strophen und beginnt mit: Der Hase im Rausch

... Prinzen lassen Grüßen.