FREIBÄDER MIT CORONA-AUFLAGEN

Malchin denkt an Besucherlimit im Peenebad

In zwei Wochen startet das Stavenhagener Waldbad in die Saison. Eine Woche später öffnet das Malchiner Peenebad seine Pforten. In dem einen Freibad plant man mit einer Beschränkung der Besucherzahl, damit die Gäste sich nicht zu nah kommen. Im anderen erst einmal nicht.
Der Malchiner Sozialausschuss schaute sich die Gegebenheiten im Peenebad an.
Der Malchiner Sozialausschuss schaute sich die Gegebenheiten im Peenebad an. Torsten Bengelsdorf
Momentan hat das Wasser im Waldbad noch 19 Grad. Zum Saisonstart werden es wie gewohnt 24 Grad sein, versicherte Waldbad-Chef
Momentan hat das Wasser im Waldbad noch 19 Grad. Zum Saisonstart werden es wie gewohnt 24 Grad sein, versicherte Waldbad-Chef Stefan Hamann. Eckhard Kruse
Malchin.

Am 20. Juni soll es endlich soweit sein. In drei Wochen rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien startet in Malchin die Badesaison und das Peenebad öffnet wieder. Doch das Badevergnügen wird in diesem Jahr ganz anders aussehen als es die Gäste des Freibades bisher kannten. Derzeit wird noch an einem Hygienekonzept gearbeitet, das wohl erhebliche Einschränkungen im Badebetrieb vorsieht. So könnte es passieren, dass Umkleide- und Duschkabinen in dieser Saison geschlossen bleiben müssen, wie Stadträtin Manuela Rißer in dieser Woche bei einem Besuch des Schul- und Sozialausschusses im Peenebad erläuterte. „Wir müssen das noch diskutieren“, sagte Rißer. Fest steht dagegen bereits, dass es in diesem Jahr keinen Schwimmunterricht geben werde.

Nach den bisherigen Vorstellungen sollen sich auch nicht mehr als 120 Besucher gleichzeitig in der Anlage aufhalten. Doch wie will man diese Begrenzung bei richtigem Badewetter umsetzen. Denn 120 Badegäste könnten sich für eine gewisse Zeit in dem Bad aufhalten, zum Beispiel für drei Stunden, so die Vorstellungen. „Am besten, wir schicken danach alle raus und desinfizieren dann die Anlage erst einmal eine Stunde lang“, schlägt der neue Schwimmmeister Rainer Gütschow vor. Dann dürfte die nächste Gruppe hinein. Ob dieser Plan funktioniert, da gibt es noch einige Zweifel.

„Wir haben auf jeden Fall einen viel höheren Kontrollaufwand und müssen sehen, wie wir das mit dem Personal hinbekommen“, sagte Manula Rißer. Es werde auf jeden Fall eine Badesaison der besonderen Art.

Kontakt mit dem Gesundheitsamt

Im Stavenhagener Waldbad wird es mit den Wunschtermin von Bürgermeister Stefan Guzu, dem 1. Juni, als Saisonstart nicht klappen. Dazu waren die Vorbereitungen nach der Corona-Freigabe für die Bäder doch noch zu umfangreich. Die Becken mussten mit Wasser gefüllt werden. „Momentan heizen wir gerade das Wasser auf 24 Grad“, so Waldbad-Chef Stefan Hamann. Das werde noch etwa eine Woche dauern, so dass es zum Beginn am 12. Juni richtig warm ist. Der Rasen war zu mähen. Die Räume waren zu reinigen. Die Rutsche brauchte einen neuen Anstrich. Nicht zuletzt musste auch hier ein Konzept für den Betrieb unter Corona-Bedingungen erstellt werden.

„Dazu sind wir in Kontakt mit dem Gesundheitsamt“, sagte Hamann. In dem Konzept werde der 3,80 Meter breite Eingangsbereich in einen Ein- und einen Ausgang unterteilt, damit sich die Badegäste nicht begegnen. Die Kassererin werde mit einer Plexiglasscheibe geschützt. Die Warmduschen und Sammelumkleiden seien gesperrt. Die Toiletten wurden schon in der Vergangenheit stündlich kontrolliert und gereinigt. Im ganzen Bad gelte das Abstandsgebot. Die Rettungsschwimmer achten darauf, dass es von den Gästen eingehalten wird. „Hier ist aber auch der gesunde Menschenverstand gefragt“, betonte er. Eine Personenbeschränkung im Waldbad und im Wasser sei momentan nicht geplant. Aber hier bleibe abzuwarten, wie das Gesundheitsamt nach einem Vororttermin entscheidet.

Geöffnet ist das Waldbad dann wie immer von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist aber am Tag des Saisonstarts – sozusagen als nachträgliches Kindertagsgeschenk – für alle Kinder und Familien frei, so Stefan Hamann.

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