BÜRGERMEISTERWAHL

Kandidaten stellen sich in Synagoge vor

Acht Personen haben sich für das Amt des Stavenhagener Bürgermeisters beworben. Vor der Wahl werden sie sich den Anwohnern noch einmal gemeinsam vorstellen. Doch ist die ehemalige Synagoge der passende Ort?
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
In der Stavenhagener Synagoge werden sich die acht Bürgermeisterkandidaten vorstellen. Sie bietet Platz für 120 Pers
In der Stavenhagener Synagoge werden sich die acht Bürgermeisterkandidaten vorstellen. Sie bietet Platz für 120 Personen. Eckhard Kruse
Stavenhagen.

Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Die Bewerber für das Amt des Stavenhagener Bürgermeisters verteilen Flyer, hängen Plakate auf oder machen sich anderswie bekannt. Doch vor dem Wahltermin am 3. November werden sich die acht Bürgermeisterkandidaten noch einmal gemeinsam vorstellen. Sie werden Fragen der Moderatoren und Anwohner beantworten. Denn das Regionalzentrum für demokratische Kultur Mecklenburgische Seenplatte lädt am Mittwoch, dem 30. Oktober, um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ein, informierte Kathrin Nepperschmidt, Leiterin des Regionalzentrums. „Alle acht Kandidaten haben zugesagt“, so Nepperschmidt.

Stavenhagener sollen Kandidaten vor Wahl hautnah erleben

„Wir sind von Klaus Salewski gefragt worden, ob wir so ein Wahlforum durchführen können“, erzählte sie. Das Regionalzentrum sagte zu. Zum einen, weil solche Veranstaltungen zu den Aufgaben des Regionalzentrums gehören. Zum anderen wolle man den Stavenhagenern die Möglichkeit geben, die Kandidaten vier Tage vor dem Wahltermin noch einmal hautnah zu erleben. Mit Podiumsdiskussionen, Runden Tischen oder ähnlichen Veranstaltungen rund um Demokratieförderung, EU und Rechtsextremismus habe man auch viel Erfahrung – auch wenn es lange keine Podiumsdiskussion zu Wahlen gab, wie Kathrin Nepperschmidt einräumte. Außerdem fallen keine Honorarkosten an. Denn die Arbeit des Zentrums sei bereits von Land, Bund und EU bezahlt.

Kathrin Nepperschmidt und ihre Kollegen wollen die Veranstaltung in der rekon-struierten Synagoge in der Malchiner Straße 38 durchführen. Das wird seit Jahren als Veranstaltungsraum für Konzerte, Lesungen und auch Diskussionsrunden genutzt. „Es ist eine coole Location“, sagte die Leiterin. Hier sei es viel schöner als in der Atmosphäre eine Turnhalle. Der Verein „Alte Synagoge Stavenhagen“ werde auch den Ofen heizen. Gemeinsam hofft man, dass die 120 Plätze ausreichen werden. Doch es sei es allemal besser, einen kleinen Raum ganz zu füllen, als nur einen halb gefüllten Saal zu haben, meint Kathrin Nepperschmidt.

Nach Anschlägen in Halle Zweifel an Ortswahl

Und auch Klaus Salewski hält den Ort sehr passend für so ein Wahlforum. „Die Synagoge ist heute eine Stätte der Begegnung, der Kultur, der Mahnung und Erinnerung“, sagte er. Eine Veranstaltung, in der Bürger Demokratie live erleben können, entspreche auch der Satzung des Vereins. Denn das Wahlforum sei politisch neutral.

Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale vor einigen Tagen zweifelte man beim Regionalzentrum allerdings kurz, ob die Veranstaltung noch in der ehemaligen Synagoge durchgeführt werden kann. Doch weder Kathrin Nepperschmidt noch Klaus Salewski gehen davon aus, das es einen solchen Angriff in Stavenhagen geben wird. So werden Kathrin Nepperschmidt und ihre Kollegin Svenja Fokken die Veranstaltung in der ehemaligen Synagoge moderieren. „Wir wollen den Kandidaten drei Fragen zu Wirtschaft, Vereinen und Verbänden und zum Haushalt stellen“, sagte Nepperschmidt. Anschließend sollen die Stavenhagener das Wort bekommen. Sie rechnet mit einer Dauer von rund zwei Stunden.

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