Nach Eklat im Rathaus

:

In Gnoiener Park ist auf einmal Ruhe

Die demolierte Sitzgruppe an der Gnoiener Teichstraße soll umgesetzt werden. Hier hatten in letzter Zeit Jugendliche ihren Treffpunkt, wobei es zu nächtlicher Stunde oft sehr laut zuging.
Die demolierte Sitzgruppe an der Gnoiener Teichstraße soll umgesetzt werden. Hier hatten in letzter Zeit Jugendliche ihren Treffpunkt, wobei es zu nächtlicher Stunde oft sehr laut zuging.
Eberhard Rogmann

Lärmende Jugendliche hatten in Gnoien derartigen Ärger verursacht, dass es zu Handgreiflichkeiten zwischen einem Anwohner und dem Bürgermeister kam. Jetzt scheint das Problem gelöst.

Gnoiens Bürgermeister Lars Schwarz unternahm einen zweiten Versuch, mit Anwohnern im Konflikt um nächtliche Ruhestörungen am Warbelufer ins Gespräch zu kommen. Ein Treffen Ende Oktober im Rathaus hatte zu einem Eklat geführt. Eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen dem Stadtoberhaupt und einem Beschwerdeführer ließ den Gesprächsfaden abreißen.

Doch kürzlich suchte Lars Schwarz Wolf Lothar John, einen der Beschwerdeführer, zu Hause auf. Wie der betroffene Anwohner berichtet, wollte das Stadtoberhaupt mit ihm über die Sache reden. In dem kurzen Gespräch versicherte Schwarz, dass er die Angelegenheit in Griff hätte. Er habe angeboten, Tisch und Bänke im Park gegenüber dem Haus in der Teichstraße entfernen zu lassen. Das hatten die Beschwerdeführer bereits im Sommer angeregt.

Anderen Treffpunkt gefunden

Wie Wolf Lothar John weiter berichtete, ist seit Ende Oktober Ruhe im Park eingezogen. „Neulich saßen zwar einige Leute wieder da unten, aber nicht lange und laut ging's dabei auch nicht zu. Ich weiß nicht, warum das so ist. Offenbar haben sie einen neuen Treffpunkt woanders gefunden. Das hörte ich von anderen Leuten.“

Von dem Gedanken, die Angelegenheit in der Stadtvertretung anzusprechen, schreckt der Gnoiener aus persönlichen Gründen zurück. Zwar handele es sich um ein Problem der Öffentlichkeit, räumt er ein. Doch mit Rücksicht auf seine angegriffene Gesundheit, werde er nicht vor die Stadtvertretung ziehen.