BAUVORBEREITUNG AN B110

Dargun-Umgehung schlägt größeren Bogen

Die geplante Trasse um Dargun herum hat nicht nur Befürworter. Um den Kritikern entgegenzukommen, ändert die Projektgruppe jetzt den Streckenverlauf. Die ersten Vorarbeiten sind indes angelaufen.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Die geplante Darguner Ortsumgehung wird nördlich der Stadt auch die Straßen nach Darbein und Barlin kreuzen. Der Abstand zu Wohnbebauung soll gegenüber ersten Planungen vergrößert werden.
Die geplante Darguner Ortsumgehung wird nördlich der Stadt auch die Straßen nach Darbein und Barlin kreuzen. Der Abstand zu Wohnbebauung soll gegenüber ersten Planungen vergrößert werden. Torsten Bengelsdorf
Dargun.

Es wird wieder vermessen und kartiert im nördlichen Bereich von Dargun. Seit dieser Woche laufen offiziell Vorarbeiten für den Bau einer Trasse, die die Darguner Ortsdurchfahrt der B110 deutlich entlasten soll. Die Gruppe „Großprojekte“ des Straßenbauamtes Schwerin hat vor allem die Grundstückseigentümer über Bohrarbeiten zur Untersuchung des Baugrundes sowie über Boden- und Grundwasserprüfungen informiert. Außerdem seien seit dieser Woche Vermessungs- und Kartierarbeiten im Gelände notwendig. Nach Auskunft von Bürgermeister Sirko Wellnitz (WVD) ist aber auch eine neue Biotop-Kartierung erforderlich, da eine vorherige Untersuchung mittlerweile veraltet ist.

Am Donnerstag waren nun Mitglieder der Großprojekt-Gruppe, die seit dem vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern den Bau von Umgehungsstraßen plant und vorbereitet, zum zweiten Mal in Dargun. Einen Zeitplan für den Bau der Ortsumgehung konnten die Mitglieder der Gruppe zwar noch nicht vorlegen. Allerdings werden nun wohl einige Bedenken der Kritiker des Trassenverlaufes stärker berücksichtigt, wie Bürgermeister Wellnitz nach dem Treffen berichtete. „So soll die Strecke weiter entfernt von der Bebauung an der Stadtgrenze verlaufen“, sagte Wellnitz. Auch seien verschiedene Lärmschutzmaßnahmen geplant. Damit würden die Planer den Forderungen der Trassen-Gegner entgegenkommen, die für einen vertretbaren Abstand zur Wohnbebauung plädieren.

Baustart vielleicht schon in drei Jahren

Unklar ist nun offenbar noch, wer künftig für die Stadtdurchfahrt verantwortlich sein soll, wenn die Bundesstraße 110 erst um Dargun herumgeführt wird. Das müsse noch geklärt werden, meint der Bürgermeister. Offenbar will die Straßenbaubehörde die Strecke durch Dargun dann der Stadt aufnacken, die dann auch für Reparaturen zuständig wäre. Wie genau der Verkehrsstrom um Dargun herumgeführt werden soll, das wollen die Stadt Dargun und die Projektgruppe im September auf einer Einwohnerversammlung erklären. Möglicherweise wird dann auch ein genauer Zeitplan vorgestellt.

Der Vorsitzende der Bürger-Initiative „Ortsumgehung B  110 Dargun – Jetzt“, Karl-Heinz Graupmann, hatte vor einigen Wochen nach einem ersten Treffen mit der Projektgruppe von einem möglichen Baubeginn im Jahr 2022 gesprochen. Voraussetzung sei aber, dass es gegen das Vorhaben keine Klagen gibt.

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