VERKEHRSBERUHIGUNG

Baubeginn für Ortsumgehung Dargun 2022?

Verdächtig ruhig ist es einigen Anwohnern an der B 110 in Dargun um die geplante Stadtumfahrung geworden. Dabei klangen die Ankündigungen der Straßenbau-Experten auf einer Einwohnerversammlung im Oktober doch so vielversprechend. Was ist daraus geworden?
Gerade in der Ferienzeit wird es immer mal wieder richtig voll auf der Darguner Stadtdurchfahrt, zumal die B 110 häufig a
Gerade in der Ferienzeit wird es immer mal wieder richtig voll auf der Darguner Stadtdurchfahrt, zumal die B 110 häufig als Umfahrung für die A 20-Baustelle bei Tribsees empfohlen wird. Torsten Bengelsdorf
Dargun.

Ein klein wenig ruhiger ist es in Darguns Amts- und Burgstraße jetzt geworden. Und das obwohl die Zahl der Urlauberautos und der schweren Brummis in diesen Sommerwochen eher sogar noch zugenommen hat. Sie alle rollen aber nun über eine neue Asphaltdecke, die Anfang Juni aufgebracht worden war. Die ausgefahrenen Spurrillen, die vor allem die leeren Laster-Anhänger ziemlich laut klappern ließen, sind damit erst einmal verschwunden.

Zufrieden sind die Darguner damit natürlich noch lange nicht. Zumal die B 110 und damit auch die Darguner Ortsdurchfahrt gerade in diesen Ferienwochen wieder häufig als Umfahrung der A 20-Baustelle bei Tribsees herhalten muss. Gerade an den Wochenenden wird die „Städtetour” über Demmin, Dargun und Gnoien auch im Verkehrsfunk immer wieder als A 20-Alternative angepriesen.

Immer nur A 20-Baustelle im Gespräch

Einigen Anwohnern in Dargun ist es gut neun Monate nach der Einwohnerversammlung, auf der die Pläne für eine Darguner Ortsumgehung im Detail vorgestellt worden waren, nun schon wieder verdächtig ruhig geworden um diese Entlastungsstraße. Immer nur sei von der Baustelle am A20-Absacker zu hören. Warum liegen die Pläne für die Darguner Umgehungsstraße noch nicht einmal öffentlich aus, fragt manch einer in Darguns Amts-, Schloss- und Burgstraße.

Bei der Bürger-Initiative „Ortsumgehung B  110 Dargun – Jetzt” sieht man die Sache entspannter. Das Planungsverfahren laufe so wie im vergangenen Jahr vorgestellt, sagt Vorsitzender Karl-Heinz Graupmann. „In Kenntnis über den Ablauf eines solchen Verfahrens und darüber, wieviel Arbeit dafür nötig ist, denke ich, dass zusätzlicher Druck im Moment nicht nötig ist”, meint Darguns Ex-Bürgermeister. Von der zuständigen Mitarbeiterin in der Straßenbauverwaltung habe er die Auskunft erhalten, dass mit dem Antrag auf Planfeststellung im Herbst zu rechnen sei. Dann würden die Planungsunterlagen öffentlich ausgelegt und jeder könne seine Meinung und Einsprüche geltend machen.

Trasse soll als Allee mit Bäumen angelegt werden

Vertreter der Arbeitsgruppe „Großprojekte“ des Landesstraßenbaus hatten auf der Einwohnerversammlung im Oktober die Hoffnung geäußert, dass die Planungen auf wenig Gegenwind stoßen. Es werde viel dafür getan, eine hohe Akzeptanz für das Projekt zu erreichen, hieß es damals. So soll die etwa sechs Millionen Euro teure und 3,2 Kilometer lange Trasse als Allee mit 550 Bäumen angelegt werden. Nach Einwänden von Anwohnern ist der östliche Teil der Fahrbahn bis zu 60 Meter weiter von der Wohnbebauung verlegt worden. Geplant sind zudem an mehreren Abschnitten bis zu drei Meter hohe Erdwälle.

Auch die Bürger-Initiative hofft, dass das Planungsverfahren nicht noch durch Klagen ausgebremst wird. Für den Fall, dass alles glatt geht, nennt Karl-Heinz Graupmann jetzt sogar bereits einen Zeitraum für einen möglichen Baubeginn. Das könnte seiner Einschätzung nach zum Ende des Jahres 2022 oder zu Beginn 2023 sein.

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