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Polizei machtlos?

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Anwohner erprügelt sich nächtliche Ruhe

Mit Einbruch der Dämmerung wandeln sich die Bushaltestelle und die angrenzende Parkanlage zu einem Jugendtreff und Konfliktherd mit Anwohnern.
Mit Einbruch der Dämmerung wandeln sich die Bushaltestelle und die angrenzende Parkanlage zu einem Jugendtreff und Konfliktherd mit Anwohnern.
Eberhard Rogmann

Lärmende Jugendliche beherrschen die Szene am Warbelufer in Gnoien. Anwohner sahen sich von der Polizei im Stich gelassen und griffen zur Selbsthilfe.

Die Ruhe am Warbelufer in Gnoien ist trügerisch. Wochenlang hatten junge Leute mit ihren lautstarken Auftritten die Anlieger der Teichstraße zur Verzweifelung getrieben. Bis in die späten Nachtstunden dröhnte Musik. An Schlaf war nicht zu denken, berichten Betroffene. Dazu kamen aufheulende Motoren. „Es war einfach nicht zum Aushalten”, beschreiben Gnoiener die Szenerie. Die wiederholt herbeigerufene Polizei konnte das Problem nicht entschärfen. Auch die Intervention des Bürgermeisters brachte keinen Erfolg.

Offenbar hat daraufhin jemand die Angelegenheit in die eigenen Hände genommen. Wie zu hören ist, habe der Mann die nächtlichen Ruhestörer zur Rede gestellt. Als sie seiner Aufforderung, die Lautstärke ihrer Musik zu reduzieren, nicht nachkamen, griff er dem Vernehmen nach selber ein. Daraufhin habe sich eine tätliche Auseinandersetzung angebahnt, die der Mann kurzerhand zu seinen Gunsten entschied. Danach war Ruhe, berichten mehrere Anwohner.

Ruhestörung ist keine Straftat

Bei der Polizei ist der Vorfall nicht angezeigt worden. Das erscheint kaum verwunderlich. Denn die Betroffenen haben den Ruf nach der Polizei schon seit längerem aufgegeben. Das könne man lassen, zeigen sich Anwohner von der Staatsmacht enttäuscht.

Jens Wilke, stellvertretender Revierleiter in Teterow, weiß, dass manche Bürger überspannte Erwartungen in die Beamten setzen. Ruhestörung ist keine Straftat, der Streife seien da Grenzen gesetzt. Damit will er die Vorfälle nicht bagatellisieren. Die Polizei habe die erfassten Auffälligkeiten der letzten Monate und die dabei festgestellten Personen eingehend geprüft. Dabei sei zutage getreten, dass die Gnoiener Parkanlage in polizeilicher Hinsicht kein Brennpunkt ist.

Sehr ernst nimmt der Beamte aber jedwede Versuche, den Konflikt mittels Gewalt lösen zu wollen. Das sei zum einen gesetzwidrig und berge ein hohes Risiko zur Eskalation. Hier sei die Stadt gefordert, den Konflikt zu entschärfen und Lösungswege anzubahnen.

Kommentare (2)

Einmal mit dem Wasserwerferstrahl reinhalten, und dann ist Ruhe

......schaffen auch immer klare Resultate. Gute Aktion, schnell und effizient durchgeführt....."und Ruhe ist". Fazit: Na...geht doch !!! Vollkommen richtig gehandelt, da unsere Staatsgewalt (auf Anweisung) ja nur noch damit beschäftigt ist, mobile Blitzer auf- & abzubauen. Im Übrigen hätte ein einfacher Platzverweis durch die "blaue Rennleitung" bereits ausgereicht, um Ruhe einkehren zu lassen. Aber wenn man selbst das nicht hinbekommt................stattdessen werden unbescholtene Bürger auf's Übelste schikaniert. Es hat sich nichts geändert !!!