Trucker-Treffen

200 Laster donnern durch Malchin

Aus ganz Deutschland, Dänemark, Österreich und Schweden treffen sich an diesem Wochenende Brummi-Fahrer in Malchin. Trotz Gebühren für die Polizei-Absicherung zur Ausfahrt wollte kein Trucker diese verpassen.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Mit 230 Lkw hat das Mecklenburger Lkw-Treffen in Malchin seine Kapazitäts-Grenze erreicht. Zur Ausfahrt rollten bis zu 200 Laster im Konvoi durch die Stadt.
Mit 230 Lkw hat das Mecklenburger Lkw-Treffen in Malchin seine Kapazitäts-Grenze erreicht. Zur Ausfahrt rollten bis zu 200 Laster im Konvoi durch die Stadt. Kirsten Gehrke
Beim Team Wappner saß auch eine Frau auf dem Bock: Susann Paschen bekam von den Männern volle Bewunderung.
Beim Team Wappner saß auch eine Frau auf dem Bock: Susann Paschen bekam von den Männern volle Bewunderung. Kirsten Gehrke
Viele Malchiner strömten am Samstag aufs Festgelände.
Viele Malchiner strömten am Samstag aufs Festgelände. Kirsten Gehrke
Für das Team MTS aus Thüringen war die Ausfahrt einfach der Hammer. So etwas gebe es nicht noch einmal, meinten sie.
Für das Team MTS aus Thüringen war die Ausfahrt einfach der Hammer. So etwas gebe es nicht noch einmal, meinten sie. Kirsten Gehrke
Ein Hingucker am anderen: Viele Laster sind regelrechte Kunstwerke.
Ein Hingucker am anderen: Viele Laster sind regelrechte Kunstwerke. Kirsten Gehrke
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Malchin.

Das Festgelände in der Waldarena reichte gar nicht aus, so viele Lkw kamen zum Treffen nach Malchin. Auch die Wiese davor wurde als Stellplatz genutzt. 230 Trucker, damit ist die Grenze erreicht, meinte Chef-Organisator Tilo Valeske. 100 mehr hätten es werden können, die stünden noch auf der Warteliste. Aber der Platz sei begrenzt. Die Ausfahrt zum 4. Mecklenburger Lkw-Treffen wollte sich kein Brummi-Fahrer entgehen lassen. Da schreckte auch nicht die Gebühr ab, die der Veranstalter für die polizeiliche Absicherung der Ausfahrt zahlen soll. Die 10 Euro pro Fahrzeug haben alle gern dazugesteuert.

„Das war überhaupt kein Problem”, meinte Detlef Döll aus Erfurt. Um nichts in der Welt hätte er diese Ausfahrt verpassen wollen. „Das kann man nicht in Worte fassen, einfach Hammer.” Die Herzlichkeit der Menschen, die an den Straßenrändern stehen, das mache Malchin aus. Saskia und Daniel aus dem Eichsfeld in Thüringen, fanden es einfach nur „echt geil”. „Die Leute an der Straße winken zu sehen, das war einfach der Wahnsinn”, sagte Daniel Fiedler. „Das allerbeste war, das ältere Leute mit ihrem Rollstuhl an der Straße gestanden und gegrüßt haben.” Überall freundliche Menschen hätten sie erlebt.

Ganz gerührt über Grüße an der Strecke

Auch für Andy Scheefe aus Kleve in Nordrhein-Westfalen war die Ausfahrt das Größte. „Das ist ein Erlebnis, das man mitmachen muss”, meinte er. " Es gibt nichts Besseres als die Ausfahrt in Malchin, das ist einmalig. Dafür tun mir 10 Euro nicht weh.” Martin Gderra aus Teterow fand es ebenfalls super. „Das ist das einzige Treffen mit so einer Ausfahrt”, sagte er. Was indes Sven Glowczak aus Laage faszinierte, war, dass unterwegs Luftballons an einem Haus hingen und ein Schild, wo drauf stand „Wir wünschen allzeit gute Fahrt”. Das hat auch Andreas Gderra aus Groß Wokern die Nackenhaare hochstehen lassen vor Rührung.

Wie viel genau der Veranstalter am Ende für die Ausfahrt an die Polizei zahlen muss, weiß Tilo Valeske noch nicht. Die Rechnung komme erst. Falls sie wider Erwarten doch nichts zahlen brauchen, gehe die Summe mit in die Spendenaktion zugunsten des Vereins „Kinder im Krankenhaus” Neubrandenburg.