MV IST SCHWERGEWICHT

Zahl der Fettleibigen ist in Ostdeutschland am höchsten

Der Anteil deutlich übergewichtiger Menschen ist in den vergangenen Jahren um ein Drittel gestiegen. Vor allem in MV ist das ein Problem.
Rund 40 Prozent mehr Frauen sind laut einer Analyse der KKH Kaufmännische Krankenkasse von Fettleibigkeit betroffen.
Rund 40 Prozent mehr Frauen sind laut einer Analyse der KKH Kaufmännische Krankenkasse von Fettleibigkeit betroffen. Jürgen Effner
Neubrandenburg.

In Ostdeutschland, insbesondere Mecklenburg-Vorpommern, leben mehr übergewichtige Menschen als im Westen. Das geht aus einer Analyse der KKH Kaufmännische Krankenkasse hervor. Demnach ist der Anteil der Versicherten, bei denen eine Fettleibigkeit (Adipositas) diagnostiziert wurde, von 2008 auf 2018 deutschlandweit um mehr als 36 Prozent gestiegen. Davon sind Frauen zu 40 Prozent mehr betroffen als Männer.

Ostdeutschland liegt dabei noch vor dem Westen. Mecklenburg-Vorpommern hat mit 14,2 Prozent an der Bevölkerung innerhalb des Bundeslandes den höchsten Anteil fettleibiger Menschen. Es folgen Sachsen-Anhalt (13,7 Prozent) und Brandenburg mit 12,3 Prozent. Hamburg (8,6 Prozent), Baden-Württemberg (9 Prozent) und Bayern sowie das Saarland mit jeweils 9,3) haben den geringsten Anteil.

Wegen Corona viele Aktivitäten gestrichen

Für die KKH ist die Erklärung für die Fettleibigkeit so vieler Menschen einfach: „Gründe dafür sind eben unter anderem schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung”, heißt es. Die Bundesregierung will zwar weniger Fett und Zucker in Lebensmitteln haben, doch es müssten weit drastischere Maßnahmen als ein freiwilliges Umdenken der Hersteller erfolgen, heißt es weiter.

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Vor allem durch die Corona-Einschränkungen erhöht sich der KKH zufolge die Gefahr für gesundheitliche Schäden. „Adipositas und Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Leiden & Co. sind für eine Vielzahl von Todesfällen verantwortlich. Und gerade jetzt können Kontaktbeschränkungen und Homeoffice die Verhaltensweisen bezüglich Ernährung und Bewegung einmal mehr in eine inaktive Richtung lenken.” Die Menschen müssten daher ihre Lebensweise etwas anpassen, was aber vor allem den älteren schwer falle.

Raus in die Natur und aktiv sein

„Bewegungsmangel kann nicht nur Übergewicht und dramatische Begleiterkrankungen zur Folge haben, sondern auch die körperliche Fitness und Koordination negativ beeinflussen“, warnt Andreas Kiessling vom KKH-Serviceteam in Neubrandenburg. Onlinekurse, Chats mit Gleichgesinnten und Fitness-DVDs seien Möglichkeiten, trotz Corona-Beschränkungen auch zu Hause aktiv zu sein. Und: „Spazierengehen zum Beispiel ist eine Art Ganzkörpertraining, das sowohl Ausdauer und Kraft als auch die Koordination fördert“, erläutert Kiessling.

 

So wird Fettleibigkeit gemessen

Der Messung liegt der Körpermasseindex (BMI) zugrunde, für dessen Ermittlung das Körpergewicht durch die Größe in Metern zum Quadrat geteilt wird. Ein BMI zwischen 18,5 und unter 25 gilt als ideal. Ab 25 stuft das Statistische Amt Personen als leicht übergewichtig, ab 30 als adipös ein. Doch die Messmethode ist umstritten, weil sie wichtige Faktoren wie Geschlecht, Alter, Muskelmasse und Fettverteilung außer Acht lässt.

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Kommentare (1)

Viele Fette ⬆️ = ⬇️ wenig Coronafälle ? 🤔

MV, Spitze in fast jeder Hinsicht. Hoffentlich bevölkern bald wieder schlanke Mädels aus Berlin unsere Strände!👍