VIRUS-ZAHLEN

Vier Tote und 136 neue Corona-Infektionen in MV

Die Ausbreitung des Corona-Virus beschleunigt wieder. Mehrere Landkreise in MV nähern sich erneut der Schwelle zum Risikogebiet, darunter auch die Mecklenburgische Seenplatte.
Die Labore verzeichneten am Freitag 136 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Labore verzeichneten am Freitag 136 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern. Kay Nietfeld
Neubrandenburg.

Auch am Freitag meldete das Landesamt für Gesundheit hohe Infektionszahlen für MV. Binnen 24 Stunden seien 136 neue Fälle gezählt worden, in denen Bürger positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr zählten die Behörden inzwischen etwas mehr als 5000 Fälle. In Relation heißt das: Bei 0,3 Prozent der Einwohner wurde das Coronavirus nachgewiesen.

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Schwankende Zahlen

Meldete die Behörde zu Beginn der Woche nur wenige Neuinfektionen, sind die Zahlen inzwischen wieder auf dem Niveau von Anfang November angekommen. Die Kreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte weisen inzwischen wieder eine 7-Tages-Inzidenz von deutlich über 40 auf und nähern sich damit dem Schwellenwert zum offiziellen Risikogebiet. Die blieb auch am Freitag in zwei anderen Kreisen klar überschritten. In Nordwestmecklenburg mit steigender Tendenz (inzwischen 85,2) und in Vorpommern-Greifswald leicht rückläufig (69,2). Allerdings: Diese Tages-Zahlen sind nur Momentaufnahmen und durch Meldeverzögerungen aus Laboren oder Ämtern nur bedingt belastbar.

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Für den Freitag meldete das Gesundheitsamt auch zehn neue Covid-Erkrankte in stationärer Behandlung und vier weitere Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie verstarben demnach 53 Menschen mit einer Covid-Erkrankung. In MV mussten bislang acht Prozent der Infizierten im Krankenhaus behandelt werden. Die Fallsterblichkeit liegt inzwischen knapp über einem Prozent und war zuletzt gestiegen.

Was bedeutet das für die Politik

Diskussionen um die Sinnhaftigkeit des sogenannten „Lockdown light” dürften weiter befeuert werden. Tatsächlich sind seit dessen Inkrafttreten Anfang November die Zahlen stabil geblieben, zwischenzeitlich leicht zurückgegangen. Kritiker dürften das als Argument nutzen, dass die verschärften Regeln nur wenig Erleichterung bei der Virus-Ausbreitung gebracht hätten. Befürworter werden umgekehrt darauf verweisen, dass die täglichen Infektionszahlen – anders als im Oktober – nicht mehr gewachsen sind. Vor allem das, galt es zu verhindern. In der kommenden Woche beraten Kanzlerin und Länder-Chefs erneut über die Regelungen für den Dezember.

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