KRITIK VON AFD-CHEF MEUTHEN

Streit um Xavier-Naidoo-Konzerte in Rostock und Dortmund

SPD-Politiker in Rostock und Dortmund wollen Konzerte von Xavier Naidoo verhindern. Jörg Meuthen sieht darin einen „brandgefährlichen Angriff” auf Meinungs- und Kunstfreiheit.
dpa
SPD-Politiker wollen Konzerte des Sängers Xavier Naidoo verhindern.
SPD-Politiker wollen Konzerte des Sängers Xavier Naidoo verhindern. Uwe Anspach
Rostock.

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat Bestrebungen von SPD-Politikern in Rostock und Dortmund kritisiert, Konzerte des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo zu verhindern. Diese Attacken seien „ein brandgefährlicher Angriff auf unser aller grundgesetzlich garantierte Meinungs- wie auch Kunstfreiheit und erinnern an sehr finstere Zeiten in Deutschland”, heißt es in einem Facebook-Beitrag Meuthens. Er forderte einen fairen Umgang mit Künstlern, auch wenn sie außergewöhnliche Meinungen vertreten.

Hintergrund dieser Äußerung ist ein für August 2021 in Rostock geplantes Konzert Naidoos. Die Rostocker SPD-Bürgerschaftsfraktion hatte gefordert, es nicht zu genehmigen. Personen wie Naidoo stünden „dem weltoffenen und multikulturellen Gesicht unserer Stadt klar entgegen”, sagte Fraktionschef Steffen Wandschneider-Kastell. Er sehe in Naidoo jemanden, der gegen Minderheiten hetze und die Bundesrepublik und das demokratische Grundgesetz nicht anerkenne.

Bereits im April hatte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) mitgeteilt, dass er wegen Äußerungen Naidoos „mit rassistischer und antidemokratischer Tendenz” ein für September geplantes Konzert im Westfalenpark verhindern wolle.

Naidoo hatte Rassismus-Vorwürfe gegen sich vehement zurückgewiesen, nachdem er deshalb im März die Jury der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar” verlassen musste.

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Kommentare (1)

Die AfD sollte Wörter wie Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit etc nicht mehr in den Mund nehmen. Genau diese Freiheiten wollen diese blaubraunen nämlich abschaffen und durch eine Meinungs- u Kunstdiktatur a la Hitler ersetzen