CORONAVIRUS IN MV

Seenplatte nähert sich Grenze zum Risikogebiet

Am Sonntag stiegen die Corona-Fallzahlen im Nordosten weiter. Der Kreis Mecklenburgische Seenplatte ist jetzt nicht mehr weit von der Grenze entfernt, ab der er als Risikogebiet gilt.
1712 Mal schlugen Corona-Tests in Mecklenburg-Vorpommern seit Ausbruch des Virus positiv an.
1712 Mal schlugen Corona-Tests in Mecklenburg-Vorpommern seit Ausbruch des Virus positiv an. ROBERT MICHAEL
Rostock.

Die Zahl der Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag um 26 auf 1712 Fälle gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich landesweit nach Angaben des Rostocker Landesamts für Gesundheit und Soziales vom Sonntag auf 21,0. Der Nordosten liegt mit diesem Wert – er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an – nach wie vor deutlich unter der als kritisch geltenden 35er-Marke. Am Samstag waren 39 Neuinfektionen gemeldet worden.

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Vor allem im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte spitzt sich die Corona-Lage zu, Mit Stand Sonntag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz dort bei 43,2. Ab einem Wert von 50 gilt eine Region bundesweit als Risikogebiet. Am Freitag lag die Seenplatte noch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35,5, am Samstag lag sie bei 39. Seit Samstag gelten wegen der steigenden zahlen strengere Corona-Beschränkungen in der Seenplatte.

Erstmals seit Monaten wieder Todesfall

Am Sonntag wurden in der Seenplatte elf neue Corona-Fälle gemeldet. Ludwigslust-Parchim verzeichnete am Sonntag neun Fälle, der Landkreis Rostock vier, Vorpommern-Greifswald und die Stadt Rostock jeweils einen Fall.

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In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie nunmehr 180 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt. 1298 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben, stieg nach Monaten um eins auf 21. Es sei ein 66 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald mit chronischen Vorerkrankungen gestorben.

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Kommentare (1)

Wie erklären sich die unterschiedlichen Zahlen für den Landkreis MSE? Ich nehme an, die vom Nordkurier verwendeten Zahlen stammen vom Gesundheitsamt des Landkreises (Fr 35,5; Sa 39; So 43,2).
Laut rki hingegen lagen die Werte bei 23,2 Stand: 17.10.2020 00:00 Uhr und 31,8 Stand: 19.10.2020 00:00 Uhr. Gestern hatte ich nicht nachgeschaut.
Ich nehme an, die Zahlen des rki basieren auf der Meldung der Gesundheitsämter der Kreise bzw. kreisfreien Städte.
Sofern diese Abweichungen mit den Verzögerungen bei der Weiterleitung der Zahlen erklärt werden sollte, habe ich da doch gewisse Zweifel. Immerhin ist MSE seit den vom Nordkurier verwendeten Zahlen seit Freitag quasi "Prä-Risikogebiet", nach den Zahlen des rki - und dies sind die maßgeblichen Zahlen für die Ausweisung der innerdeutschen Risikogebiete - hingegen am heutigen Montag aber immer noch nicht. So lang können doch die Datenleitungen nach Berlin eigentlich auch nicht sein.