POLIZEI-GROßEINSATZ

Schüsse in Innenhof von Neubaublock in Rostock-Toitenwinkel

Im Innenhof eines Neubaublocks in Rostock-Toitenwinkel suchte die Polizei den ganzen Abend über nach Hülsen. Ein Verdächtiger wurde in Gewahrsam genommen.
Die schwer bewaffneten Beamten nahmen in Rostock-Toitenwinkel einen Mann in Gewahrsam. Ob er tatverdächtig ist, blieb zun
Die schwer bewaffneten Beamten nahmen in Rostock-Toitenwinkel einen Mann in Gewahrsam. Ob er tatverdächtig ist, blieb zunächst unklar. Stefan Tretropp
Der Einsatz sorgte in dem Neubaublock bei den Anwohnern für viel Aufsehen und Unruhe.
Der Einsatz sorgte in dem Neubaublock bei den Anwohnern für viel Aufsehen und Unruhe. Stefan Tretropp
Auch mit einem Metalldetektor wurde nach Patronenhülsen gesucht.
Auch mit einem Metalldetektor wurde nach Patronenhülsen gesucht. Stefan Tretropp
Die Beamten waren stark gesichert und schwer bewaffnet.
Die Beamten waren stark gesichert und schwer bewaffnet. Stefan Tretropp
Rostock.

Die Rostocker Polizei ist am Sonntagabend im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel zu einem Großeinsatz ausgerückt. Der Grund: Von einem Mann, der auf dem Hinterhof eines Mehrfamilienhauses mit einer Waffe hantiert und mehrere Schüsse abgegeben hatte, ging eine Gefahr aus. Es gab keine Verletzten.

+++ Aktualisierung: Der Tatverdächtige wurde wieder freigelassen.+++

Polizisten mit Maschinenpistolen und schusssicheren Westen

Der Vorfall hatte sich nach Angaben der Beamten gegen 18.45 Uhr ereignet. Zahlreiche Streifenwagen und auch zivile Einsatzfahrzeuge der Polizei eilten mit hohem Tempo nach Toitenwinkel und sperrten zunächst die Straße Zum Sonnenhof und die Martin-Niemöller-Straße ab. Die Beamten statteten sich dann mit schusssicheren Westen, ballistischen Schutzhelmen und Maschinenpistolen aus.

Eine Bewohnerin aus der Martin-Niemöller-Straße hatte nach Angaben des Ehemannes zunächst zwei Schüsse aus einer Waffe gehört. Als sie dann vorsichtig Richtung Innenhof schaute, erkannte sie einen „blonden Mann“, der noch einen weiteren Schuss abgab und dann das Magazin seiner Waffe wechselte.

Verdächtiger in Gewahrsam genommen

„Unsere Kinder, die bereits schliefen, sind von den Schüssen wach geworden“, schilderte der Ehemann der Augenzeugin. Die Frau rief ihren Mann kurz nach dem Vorfall an und bat diesen, den Notruf zu wählen. „Sie selbst war zu aufgeregt und hatte zu große Angst“, beschrieb der Ehemann weiter.

Offiziell bestätigte die Polizei, dass es einen Einsatz gab, der vermutlich den nicht erlaubten Gebrauch einer Schreckschusswaffe zum Inhalt hatte. „Die Ermittlungen laufen noch“, hieß es von Michael Brun-Hollien, Polizeiführer im Präsidium Rostock. Den Beamten gelang es, eine Person in Gewahrsam zu nehmen. Dieser Mann wurde durchsucht und dann in den Streifenwagen gebracht. Ob es auch derjenige war, der letztlich die Schüsse aus der Waffe abgab, blieb zunächst noch unklar.

Außerdem durchsuchten Polizisten einen Keller in dem Haus, aus dem der Täter vermutet wurde. Kriminalbeamte suchten mit Metalldetektoren eine Wiese im näheren Umfeld nach möglichen Patronenhülsen ab. Zur Unterstützung kam ein Sprengstoffsuchhund.

Suchergebnisse standen am Sonntagabend noch nicht fest. Polizisten befragten zudem mehrere Kinder und Erwachsene, die zum Zeitpunkt des Vorfalls auf einem angrenzenden Spielplatz waren.

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